Der Tag, den ich am liebsten aus dem Kalender streichen würde

Dieser Tag, bzw. das Ereignis, das diesen Tag so furchtbar machte, war der letzte Sonntag. Und ich schwöre euch, man kann daraus ein Szenario für einen Katastrophenfilm machen.

Die Ausgangssituation: Hitze. Mein Mann und ich sind samt Nachwuchs den halben Tag unterwegs und total angestrengt. Wir haben in der Stadt, haben einige Sachen erledigt, waren dann in einem schönen Park am Flussufer, haben uns allerdings zeitlich total verschätzt und nicht genug zu Essen für den Nimmersatt eingepackt. Was dazu führt, dass wir unseren Aufenthalt im Park nach ca. 20 min. abbrechen müssen, da wir noch den ewig langen Nachhauseweg vor Augen haben: 45 min. mit Straßenbahn und U-Bahn, 2 Mal umsteigen. Kleiner Mann quengelt jetzt schon, wir sterben vor Hitze. So machen wir uns also angespannt auf den Weg und überlegen uns, wie wir ohne Geschrei unser Zuhause erreichen.

Kurz vor dem Ziel: An unserer letzten „Umsteigestation“ angekommen, sind wir müde und freuen uns einfach auf Zuhause. Wir sind bereits jetzt einer Meinung: Der Tag ist einfach nur total anstrengend. Da wir an diesem Tag schon sehr viele Rolltreppen benutzt haben, beschließen wir der Einfachheit halber hier den Aufzug nach oben zur Straße zu nehmen. Einen relativ kleinen, zusammen mit 8 weiteren Personen. Wir drücken auf den Knopf, der Aufzug fährt los und bleibt direkt darauf, nach vielleicht einem halben Meter, ruckartig stehen. Das Zeichen „Störung“ leuchtet auf.

„Mist“, denke ich, ich bin noch nie im Aufzug stecken geblieben. Und gerade jetzt, mit einem hungrigen Baby und bei sehr starker Hitze in diesem Glasaufzug…das hat uns gerade noch gefehlt. Meine Knie werden kurz weich, aber ich beruhige mich wieder und denke mir, nachdem wir den Alarmknopf gedrückt hatten: „Naja, in spätestens 10  Minuten sind wir hier draußen“. Wir werden den Kleinen schon ablenken können.

Der Horror beginnt: Die 10 Minuten vergehen, aber keine Hilfe kommt. Es wird immer heißer im Aufzug. Die Leute fangen an, sich mit Papier und anderen Sachen, Luft zuzufächern. Gott sei dank, lassen sich die Aufzugtüren ca. 10cm öffnen, sodass wir zumindest psychologisch die Sicherheit haben: Es kommt Luft rein. Gott sei dank, wurden wir bereits von anderen Leuten bemerkt. Ebenfalls von einer VGF-Mitarbeiterin, die uns zuruft, sie habe nochmals die zuständigen Mitarbeiter informiert, sie sind auf dem Weg. Weitere 10 min. vergehen. Man fragt sich, ob es einen einzigen für Fahrstühle zuständigen VGF-Mitarbeiter in Frankfurt gibt und ob er durch die halbe Stadt müsse. Wir kommen langsam auf die Idee, unserem Baby etwas zu trinken anzubieten. Er trinkt eigentlich nicht sehr gerne und auch hier verweigert er sich seinem Tee. Wir bleiben hartnäckig. Ich werde nervöser, denn es ist nicht zu erkennen, wie lange wir noch im stickigen Fahrstuhl verweilen müssen.

Plötzlich erscheint eine zweite Mitarbeiterin. Sie ist, ebenfalls wie die erste, nicht für Fahrstühle zuständig, meint aber, uns tatkräftig in unserer Situation unterstützen zu müssen. Lautstark ruft sie „Gebt dem Baby was zu Trinken!“ Wir sind ja dabei. Bisher verhält sich unser Sohn wie ein Musterbaby. Von großem Hunger keine Spur, der Wurm spürt wohl, wie angespannt sie Lage ist. Wir halten ihn auf dem Arm und wechseln uns ab, wir fächern ihm zu, ich puste auf ihn und wir geben alles, um ihn kühl zu halten. Uns selber rennt der Schweiß. Als dann die zweite VGF-Mitarbeiterin ruft, wir sollen das Baby ausziehen, dämmert mir plötzlich, dass wir in einer brenzligeren Situation sind, als ich bisher dachte. Und da breche ich zusammen. Ich spüre einfach nur Panik. VERDAMMT! WIE LANGE DENN NOCH? WIE KANN DENN SO ETWAS IN DEUTSCHLAND PASSIEREN? Wie absurd, wir sind so nah am Boden und können nicht weg. Und wenn es hart auf hart kommt und unser Baby wirklich medizinische Hilfe benötigt, dann kann uns schlichtweg niemand da rausholen. Ich fange mich nach einer kurzen Zeit wieder und weiß, dass ich nur funktionieren muss. Gott sei dank haben wir eine Wasserflasche dabei, ich nehme das Wasser, um unseren Sohn damit abzureiben und fächer ihm zu. Auch andere Insassen fächern mittlerweile nicht mehr sich, sondern unserem Baby zu. Ich könnte wieder heulen. Eine ältere Dame setzt sich auf den Fußboden, sie kann nicht mehr.

Mittlerweile sind ungefähr 30 min. vergangen – es hört sich vielleicht nicht so schlimm an, aber glaubt mir, eingequetscht auf kleinem Raum mit Todesängsten um das eigene Kind, ist das der wahre Horror. Doch endlich, die Rettung naht, es erscheinen 2 Männer, die uns rausholen müssen. Nach kurzer Zeit wird klar: Sie schaffen es nicht. Die Türen gehen nicht auf und sie wissen nicht, warum. Ist es nicht absurd? Erwartet man so etwas, wenn es um technische Sachen in unserem Land geht? Ich nicht. Und ich bin kurz vorm Durchdrehen. Die VGF-Damen reichen uns durch den Minispalt mittlerweile kleine Wasserflaschen, die sie auf der Damentoilette befüllen. Ich habe mittlerweile den Sauger von der Babyflasche abgemacht und versuche meinem Sohn in kleinen Schlückchen seinen Tee einzuflößen. Er verschluckt sich. Ich bin ein weiteres Mal kurz vorm Zusammenbruch.

Die Türen gehen auf!!! Endlich! Wir sind frei! Ich kann es gar nicht fassen. Ich weiß nicht, ob ich Lachen oder Weinen soll, vor lauter Anspannung, die abfällt. Ich springe runter (der Aufzug hängt ja immer noch etwas „in der Luft“), mein Mann reicht mir unseren nur mit Windel bekleideten und nassgeriebenen Schatz. Im U-Bahntunnel ist es aber sehr kalt und windig! Ich wickel mein Ein und Alles schnell in eine Decke und fange einfach nur an zu heulen. Mein Gott, ich bin so glücklich. Uns geht es gut. Unserem Baby eindeutig auch, er war eigentlich die meiste Zeit über putzmunter und hat sich nicht beschwert. Wir waren insgesamt 60 Minuten bei brutaler Hitze in diesem Glasfahrstuhl eingesperrt. Unser Sohn ist definitiv ein Held – ich bin die Mutter eines Helden. ❤

Die allerletzten Tage Elternzeit

Nun, das war sie wohl…meine acht Monate lange Elternzeit. Anfang September hat die Arbeitswelt mich wieder und ich habe wirklich sehr, sehr gemischte  Gefühle, was das betrifft.

Auf der einen Seite, wenn ich ganz ehrlich bin, denke ich, dass ich momentan den besten, wichtigsten und erfüllendsten Job meines Lebens mache: Mutter sein! Ich fühle mich nicht einsam, mir fehlt nichts, ich kann von Langeweile nur träumen und genieße jeden Tag mit meinem Sohn. Zugegebenermaßen fällt mir ab und zu die Decke auf den Kopf. In dem Sinne, dass der Tagesablauf immer fast dem gleichen Muster unterliegt und die Aktivitäten mit und für das Baby immer die gleichen sind. Das strengt ab und zu tatsächlich an. Nichtsdestotrotz bin ich glücklich, voller Energie und lebensfroh – Zustände, die ich nicht gerade einem berufstätigen Leben zuschreiben würde.

Andererseits stehe ich ganz am Anfang meines Berufslebens und das Konzept „Karriere“ ist mir durchaus wichtig. Ich arbeite grundsätzlich gerne, d.h. ich habe gerne eine Aufgabe. Ich bin auch ein bisschen stolz, dass ich „schon“ nach acht Monaten in den Beruf zurückkehre. Und, mein Gott, vergleicht man Deuschland mit anderen europäischen Ländern, wo die Frauen viel, viel früher in den Beruf zurückkehren müssen (in Frankreich sind drei Monate Elternzeit die Regel, in den Niederlanden gar zehn Wochen), geht es uns hier mit den gegebenen Gesezten und der staatlichen Untersützung richtig gut! Warum also nagt dieses schlechte Gewissen mein Kind „alleine“ zu lassen doch an mir? Da ich grundsätzlich selbstreflexiv bin und immer versuche meinen Emotionen auf den Grund zu gehen, habe ich mich natürlich besonders mit dieser Frage beschäftigt. Und ich bin zu folgenden Antworten gekommen:

  1. Es ist zunächst ganz banal unsere weibliche Biologie und das braucht man gar nicht abstreiten, Feminismus hin oder her. Ich bin davon überzeugt, dass es diese besondere Mutter-Kind Bindung gibt – die eben nur Mütter mit ihren Babies (vor allem in den ersten Lebensmonaten) – sehr stark empfinden und leben. Ich denke schon, dass acht Monate eine relativ kurze Zeit ist. Möglicherweise würde ich nach 1,5 Jahren Elternzeit schon gar nicht mehr wissen wohin mit mir vor lauter Alltasgroutine.
  2. Ein anderer Grund liegt, denke ich, an unserem System. Es ist heute ein ungeschriebenes Gesetz, dass Frauen zwölf Monate Elternzeit nehmen. Und die Männer dann die restlichen zwei für die KiTa-Eingewöhnung. Zumindest habe ich den Eindruck, dass die Mehrheit der Eltern die Situation so regelt. Das führt natürlich dazu, dass ich mir denke: „Oh mann. Ich gehe viel zu früh arbeiten. Alle bleiben ein Jahr zu Hause. Mein Kind braucht mich doch noch, es ist so klein.“
  3.  Und der letzte Grund, den ich für mich identifizieren konnte, hat nur etwas mit meiner Persönlichkeit zu tun: Ich habe Angst vor dem Stress. Ich habe Angst davor mich zu großer Belastung auszuliefern. Ganz konkret stelle ich mir immer wieder vor, wie ich meinen Knirps nachmittags bei der Oma abhole, der Tag sowieso schon anstrengend war und ich einfach nur mit meinem Baby für den Rest des Tages kuscheln will. Aber nein: Ich muss ja noch etwas für morgen vorkochen. Oder einkaufen gehen. Geschweige denn unsere Hochzeit planen. Und dann komme ich nicht früh ins Bett. Und dann wacht der Sohnemann um 5 Uhr auf. Und diese Spirale, die aus angsteinflößenden Prophezeihungen, die allesamt dazu führen, dass ich vor Erschöpfung irgendwann gar nicht mehr funktioniere, führen dann zu den Sorgen, die ich so habe. Jetzt, wo ich das aufschreibe, empfinde ich diesen letzten Punkt sogar am schwerwiegendsten.

Ich habe mir vorgenommen, den August zu genießen und mir einfach keinen einzigen Gedanken über „Später“ zu machen. Klappt zwar nur sehr bedingt, aber ich gebe mein Bestes. Rational gesehen bin ich zu 100% davon überzeugt, dass es die richtige Entschiedung ist, jetzt schon wieder arbeiten zu gehen. Bevor ich Mutter wurde, war ich übrigens eine ganz radikale Verfechterin der working moms. Nun stehe ich kurz davor selber eine working mom zu werden und bin plötzlich ganz kleinlaut und emotional. Soviel zum Thema, dass man erst einmal selber Kinder bekommen sollte, bevor man andere be- oder verurteilt. Man darf aslo gespannt sein, wie sich mein Leben in knapp drei Wochen ändert. Die gute Nachricht: Es steht noch ein Kurztrip zum Bodensee bevor. 🙂

P.S. Ich würde mich hier sehr über eure Erfahrungen freuen: Wie macht ihr das? Wie lange bleibt ihr zu Hause? Wie vereinbart ihr Job und Kind? Wie machen eure Partner das? etc. etc.

Das Leben mit dem Sechs-Monats-Baby

Dieser Beitrag war ja schon längst überfällig, genau genommen seit dem 24.06.2016. Aber wir beide, mein Zwerg und ich, haben echt eine Zeit lang gebraucht, um wieder auf die Beine und in den Alltag zu kommen nach unserer dicken Erkältung. Und außerdem ist ja noch grade die Fußball-EM etc., etc., 🙂

Nun, wie fühle ich mich momentan als Mami und wie empfinde ich das Leben zuhause mit dem Wurm? Es ist ganz unterschiedlich. Eine Sache muss man vorweg nehmen: ich werde ab September wieder arbeiten gehen. Zwar in Teilzeit, aber dennoch mache ich mir jetzt schon Gedanken darüber, wie es sein wird, wie ich Baby und Job und Haushalt (ja, man teilt sich den Haushalt mit dem Mann, aber seien wir ehrlich: Trotzdem machen wir Fauen immer noch mehr) unter einen Hut bringen will. Die Gedanken um dieses Thema beeinflussen momentan meinen Alltag ziemlich stark, leider. Leider – weil ich ja noch fast ganze zwei Monate zu Hause habe und auch theoretisch der Meinung bin, dass der Wurm mit acht Monaten sich bei seiner Oma, meiner Schwiegermama, pudelwohl fühlen wird und ich absolut kein schlechtes Gewissen zu haben brauche. Trotzdem habe ich es irgendwie. Und jeden Tag analysiere ich sein Verhalten und seine Entwicklung, um mir ein Bild zu machen: Ist er schon so weit? Oder doch noch zu klein? Manchmal frage ich mich, ob es nicht tatsächlich eher die Mütter sind, die sich von ihren Kleinen nicht trennen können, als dass die Kleinen vermeintlich noch „zu klein“ sind. Ich glaube, ich kann dieses Spiel nur verlieren und deswegen konzentriere ich mich darauf, dass die Entscheidung nach acht Monaten wieder arbeiten zu gehen aus unterschiedlichen Gründen für uns auf jeden Fall richtig ist. Die Gründe sind hier erstmal nebensächlich.

Viel wichtiger ist: Wie hat sich mein kleines Känguruh-Baby, wie ich ihn ab und zu nenne, entwickelt?

Ich denke, besonders prägend momentan ist sein andauernder Bewegungsdrang. Er dreht sich auf den Bauch und zurück, versucht mit den Armen seinen Oberkörper hochzustemmen und hebet auch seinen Po an, wenn er den Oberkörper ablegt. Ich vermute, in etwas einem Monat wird er Krabbeln oder sich auf irgend eine ähnliche Wiese fortbewegen. Dieser Bewegungsdrang bringt ganz neue Herausforderungen mit sich. Auf dem Wickeltisch kann man ihn kaum noch wickeln, da er sich andauernd hin- und her windet und alles, wirklich alles, was sich in greifbarer Nähe befindet, anfassen muss. Man kann ihn jetzt auch nicht mehr in die Mitte vom großen Bett legen, denn irgendwie schafft er es, sich mal so und dann mal so zu drehen und dann nochmal um 90 Grad – und Schwupps! sehe ich ihn schon am Boden liegen. Langsam fängt also die Zeit der ständigen Wachsamkeit an.

Ansonsten ist es herrlich zu beobachten, wie er die Welt um sich herum wahrnimmt: Neulich im Park  haben wir Enten entdeckt. Der kleine Mann hat seine Aufregung und Freude mit seinem ganzen Körper kund getan. Solche Momente sind ein wahres Highlight!

Weniger amüsant sich Zickereien, etwa, wenn ihm langsweilig ist und er unterhalten werden will. Es kommen langsam immer mehr diverse Launen hinzu, die er äußern kann. Manchmal kann ich diese Launen auch gar nicht deuten und muss hin- und her probieren, was er meinen und wollen könnte.

Auch ist unser Sohn ein sehr fleißiger Esser! Die Einführung der Beikost klappt bisher ganz prima, dazu werde ich vermutlich aber noch einen separaten Eintrag verfassen.

Was mich besonders freut: Er scheint sich seinen Strahlemann-Wesen beizubehalten. Er ist wirklich IMMER gut gelaunt und strahlt ALLE, also auch Fremde an. Klar, Sachen wie Hunger und Müdigkeit trüben ab und zu sein Lächeln. Aber sein Wesen ist vom Grund auf definitiv ein positives. Und das ist ein wahrer Segen für uns als Eltern. Wir können es wirklich schätzen, solch ein pflegeleichtes Baby zu haben!

Das waren so die groben Punkte, die mich momentan bewegen. Bis zum nächsten Mal! 🙂

Ach du Schreck, zum ersten Mal krank!

Ich habe mich schon ein paar Wochen nicht mehr hier blicken lassen und es lag zum einen daran, dass mein kleiner Held und ich SCHON WIEDER für eine Woche im Urlaub waren. 🙂 Uns ging es echt gut in den letzten 2 Monaten! Der zweite Grund ist allerdings weniger schön – uns hat beide ein richtig fetter Virus erwischt!

Ich habe mir ja schon mehrmals vorgestellt, wie schlimm es für mich sein wird, wenn mein Baby zum ersten Mal krank wird. Auch habe ich mit Angst daran gedacht, was eigentlich passiert, wenn ICH mal krank bin und mich gefragt, wie ich den kleinen Mann dann versorgen soll. Aber das, was kam, toppte alles, wir waren beide krank. Und ich sage euch eins: Nur mit Hilfe meiner Schwiegermama habe ich diese schwierige letzte Woche bewältigt.

Angefangen hat alles am Tag unseres Abfluges nach Hause. (Ich bin dieses Mal alleine geflogen und das alleinige Fliegen mit Baby verlangt einen eigenen Post, wirklich. Den schreibe ich mal bei Gelegenheit.) Da hat das schönste Baby der Welt ein bisschen gehustet. Schon dieses Geräusch ließ mein Herz zusammen zucken, aber irgendwie dachte ich, es wird schon wieder. So war es dann auch letzten Samstag und letzten Sonntag. In der Nacht von Montag auf Sonntag allerdings war sein Husten in so schlimm geworden, dass er kaum noch Luft zu bekommen schien. Wir dachten schon daran ins Krankenhaus zu fahren, haben es dann aber doch nicht getan, weil der Husten sich dann soweit beruhigt hatte, dass der kleine Mann schlafen konnte. Am nächsten Morgen rannte ich natürlich sofort zum Kinderarzt und verspürte da langsam schon selber ein Kratzen im Hals. Aber nicht weiter schlimm. Beim Arzt hat der Sohnemann dann einen Hustensaft und Ruhe verordnet bekommen und ich war vorerst beruhigt.

Leider ging die Story so weiter, dass ich Abends richtiges Fieber bekommen habe! Und damit ist man bekanntermaßen außer Gefecht gesetzt. Am nächsten Morgen erschien dann schon ganz früh meine Schwiegermutter und kümmerte sich den ganzen Tag um den Prinzen, sodass ich mich um mich selber kümmern konnte: Ein Hoch auf sie! So vergingen Dienstag, Mittwoch, Donnerstag – erst am Freitag hatte ich kein Fieber mehr. Aber oh Schreck! Der kleine Mann fing an zu fiebern. Ich dachte wirklich, ich kann nicht mehr. Die ganze Woche wurde sein Husten nicht wirklich besser und dann noch Fieber; die ganze Woche habe ich auch nicht wirklich zu Kräften kommen können und dann diese Sorge um den Wurm – es war wirklich kräftezehrend.

Am Wochenende war die Stimmung dann dementsprechend anngespannt, denn das Fieber stieg unaufhörlich immer wieder an. Wir haben vom Arzt Zäpchen verschrieben bekommen und haben auch wirklich die Tagesdosis ausreizen müssen, um es dem Wurm irgendwie erträglich machen zu können. Eine weitere, positive Überraschung folgte aber Sonntagnachts: Von 39°C fiel das Fieber plötzlich von ganz alleine, mitten in der Nacht. So schnell kann es woh bei kleinen Babys gehen! Der Berg, der mir vom Herzen gefallen ist, ist gefühlt vom 6. Stock in den Erdgeschoss durchgekracht. 😀

Das ist eigentlich auch schon das Ende der Geschichte. Wir sind fast wieder gesund und munter. Dieses Erlebnis hat mich 3 Sachen gelehrt:

  1. Ich kann eine Krankheit meines Babys souverän überstehen
  2. Wenn ich allerdings selber krank bin, geht nichts mehr
  3. Familie ist das A und O

Nun habe ich hoffentlich wieder mehr Zeit weitere Beiträge zu verfassen.

Irrtümer, die ich glaubte, bevor ich Mama wurde

Es gibt da so ein paar Dinge, die man meint besser als alle anderen zu wissen. Vor allem, wenn man noch keine Kinder hat, hat man das Gefühl, man würde bestimmte Sachen besser machen, als andere frischgebackene Eltern. Wie absurd! Eine der wenigen Aussagen, die man tatsächlich glauben kann, ist nämlich die, dass man einfach keine Ahnung hat, bevor man nicht selber Kinder bekommt.

Nun habe ich selber ein Baby und habe mich schon wenige Wochen nach der Ankunft des schönsten Wesens auf der Welt gefragt, wie ich auch nur annehmen konnte, dass ich etwas „besser“ könne als andere. Wie konnte ich andere frischgebackene Eltern aus meiner Situation heraus beurteilen? Das kann man nicht. Punkt. Hier möchte ich nun ein paar dieser Irrtümer auflisten. Ich denke, die Liste wird mit der Zeit länger und länger werden…

  1. Kinder werden so, wie wir sie erziehen. Ein Baby ist ein formbares Wesen und man muss es an die eigenen Lebensumstände adaptieren. Falsch! Jedes Baby ist zum Zeitpunkt seiner Geburt bereits eine Persönlichkeit. Wir können Babies bei Dingen helfen, die sie selber noch nicht steuern können, aber wir können niemals ihre Persönlichkeit verändern. Wenn ein Baby leicht ablenkbar ist und Ruhe beim Essen braucht, dann ist das eine Tatsache. Wenn ein Baby gerne die Körpernähe der Eltern spürt, dann ist es eine Tatsache. Wenn ein Baby gerne in einer bestimmte Position liegt und weniger gerne in einer anderen, dann ist es auch eine Tatsache. Das natürlichste Elternverhalten ist, all diese Tatsachen zu akzeptieren. Und ja, daraus kann dann automatisch folgen, dass man nicht das Baby an sich, sondern sich an das Baby adaptieren muss.
  2. Wieso bitte sagt die Freundin XY, dass sie nicht mal Zeit zum duschen hat? Die zehn minuten wird man sich doch nehmen können! Also, ich konnte mir die zehn Minuten an Anfang leider auch nicht nehmen. Dabei war unser Baby keineswegs besonders kompliziert, er hat sich nur nicht so gut ablegen lassen tagsüber. Das heißt, ich saß teilweise einfach nur auf der Couch, mit ihm auf dem Arm und er hat geschlafen. Er ist nämlich sofort aufgewacht, sobald man ihn abgelegt hat. Für’s Duschen musste dann mein Mann/Mutter/Schwiegermutter da sein. Und, Oh Mann, Duschen war der pure Luxus in den ersten Wochen! Aber: Es wird besser, definitiv. Heute, fünf Monate später kann ich auch duschen gehen, während er im Bettchen oder seiner Wippe mit sich selber beschäftigt ist.
  3. Na, zur allergrößten Not kann man das Baby ein paar Minuten schreien lassen wenn man gerade etwas erledigt. Es wird schon keinen großen Schaden davontragen. Tja, ich bin kein Experte, ab wievielen Schreiminuten das Baby tatsächlich „einen Schaden“ davonträgt, aber dass eine Mutter es in der Anfangszeit nicht eine einzige Sekunde aushält, ihr Ein und Alles schreien zu hören, das ist Fakt. Ich habe mitgeheult in den ersten Wochen. Hat die Natur echt super eingerichtet, oder?
  4. Wir werden auf jeden Fall total lockere Eltern! Wir gehen viel raus, viel zu Freunden und nehmen das Baby einfach mit. Da kann ich nur auf Punkt 1 verweisen: Wenn es das Baby mitmacht, prima. Aber nicht alle Babies machen alles mit und gerade in den ersten Monaten stellt sich für frischgebackene Eltern die Frage, was wichtiger ist: soziale Kontakte oder Schlaf. Für mich war es definitiv der Schlaf…

 

Prost! Ich trink dann mal ’nen Minztee…

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Das Thema Stillen ist nun endgültig vorbei. Heute habe ich es abgehackt. Nicht, dass es überraschend käme, ich habe im letzten Monat deutlich gemerkt, dass es immer weniger wird und dass es nicht mehr lange funktionierenn würde. Aber irgendwie hatte ich mir doch erhofft, dass man immer zumindest eine geringe Menge an Milch hat, solange man das Baby anlegt. Aber nein, so einfach ist es – bei mir zumindest – nicht. Im Urlaub hat sich das Ende schon abgezeichnet, da habe ich nur noch pro forma nachts angelegt, damit der Kleine wenigstens ein paar Tropfen bekommt und damit (wie ich gehofft habe), die Milchproduktion angeregt wird. Denn es heißt ja, besonders das nächtliche Stillen ist gut  für die Milchanregung. Es war mir ja alles klar und bewusst und ich bin froh, überhaupt fünf Monate durchgehalten zu haben – nachdem wir schon mit knapp einem Monat zugefüttert haben. Dennoch ist es irgendwie schwerer als gedacht, so richtig mit diesem Thema abzuschließen. Heute habe ich es mal wieder versucht, ohne große Hoffnung auf Milch, einfach nur, damit der Kleine sich beruhigen konnte, denn er hat ein bisschen gequengelt. Dann ist er aber völlig ausgerastet, als er merkte, dass es eben nicht die Flasche mit der Milch, sondern „nur“ die Brust ist. Gut, dan ist es für mich das Zeichen, dass es vorbei ist.

Und um nicht in Slebstmitleid zu zerfließen, denn beim Stillen geht es nicht um mich, sondern um die Gesundheit meines Babys, und unser Baby ist supergesund, mache ich mit diesem Beitrag jetzt offiziell Schluss mit den Stillversuchen. Und geh einen Minztee trinken – darf ich ja jetzt.

Das Leben mit dem „Fünf-Monats-Baby“

Seit dem 24.05.2016 ist es wieder so weit: Das süßeste Baby der Wet ist einen Monat älter geworden und ist jetzt fünf Monate alt. Wieder einmal habe ich das Gefühl, dass zwischen dem vierten und dem fünften Monat eine ganze Menge passiert ist und der Zwerg einiges dazugelernt hat. Vor allem der Urlaub scheint ihm gutgetan und einen richtigen Wachstumsschub gefördert zu haben. Unser Schatz greift jetzt viel, viel mehr und gezielter. Im Prinzip ist fast nichts mehr vor ihm sicher, vor allem nicht die Sachen, die auf dem Tisch stehen bzw. die Sachen, die er uns essen sieht. 🙂 Er dreht sich sehr gut vom Rücken auf dem Bauch und mittlerweile auch wieder zurück. Er hat seine süßen Füßchen entdeckt, schafft es aber noch nicht, sie in den Mund zu nehmen. Ein weiterer, sehr wichtiger Meilenstein: Langsam fängt er an bewusst auf fremde Menschen, Sachen und Umgebungen zu reagieren. Er ist ja von Natur aus ein Sonnenschein und lacht wirklich jeden an. Als wir aber aus dem Urlaub zurückgekehrt sind und meine Eltern besucht haben (er hatte sie zu dem Zeitunkt drei Wochen nicht gesehen gehabt), füllten sich beim Betreten des Hauses und dem Entdecken von drei (!) scheinbar neuen Menschen, die Augen mit Tränen, die Unterlippe fing an zu zittern und er suchte hilfesuchend meinen Blick. Als ich ihm dann aufmunternd die Hand auf den Kopf legte und ihn anlächelte und sagte, dass alles gut sei und die Eltern hier sind, ließ sich das Weinen gerade noch so vermeiden. Nichtsdestotrotz wollte er dem ganzen Trubel um him entfleihen und schaute weg, wollte sich verstecken. Es war so unglaublich süß und gleichzeitig herzzereißend!

Und so würde ich auch das momentane Mutter-Gefühl beschreiben, das in mir herrscht: Ich schwanke zwischen „Oh mein Gott, ich muss dieses Baby aufessen, so süß wie es ist.“ und „Oh mein Gott, mein Herz zerbricht, wenn ich merke, dass er teilweise so hilflos ist in manchen Situationen und so dermaßen seine Eltern braucht.“ Also nach wie vor sehr schöne und berührende Gefühle. Diese Tönchen, die er vor sich gibt! Diese Blicke! Dieses Strahlen, wenn er mich entdeckt. Wundervoll!

Ab September werde ich wieder arbeiten gehen, zunächst in Teilzeit. Mir bleiben noch drei Monate, die ich so intensiv wie möglich mit meinem Wurm gestalten möchte. Es scheint, als sei jeder Monat ein kleines Highlight.

Erster Urlaub mit Baby erfolgreich überstanden!

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA
KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Wir sind zurück aus einem zweiwöchigen Urlaub mit unserem Zwerg und es war einfach wundervoll! Wir waren auf Mallorca, in einem Ferienhaus. Ende Mai – perfektes Wetter für uns drei, perfekte Umstände, perfekte Zeit – ein Traum!

Zuvor waren wir etwas nervös, wie der Kleine wohl den Flug überstehen würde. Es hat prima geklappt, dennoch waren wir am Ende total fertig. Zwar hat der Kleine sich nicht ein einziges Mal beschwert, aber so ein Flug ist ja immer eine enge Angelegenheit. Mit einem Baby auf dem Arm, das man nirgendwo ablegen kann und das die ganze Zeit herumwuselt, ist man doch etwas angestrengt. Zu allem Übel war auch unser Buggy, den wir extra am Gate abgegeben haben, um ihn direkt nach dem Aussteigen wieder zu bekommen, erst bei der Gepäckusgabe wieder am Start. Somit mussten wir veschwitzt, mit Tausend Handgepäckstücken und dem kleinen Mann auf dem Arm ewige Strecken auf dem Flughafen von Palma zurücklegen.Eine Info diesbezüglich: Wenn ein Buggy an einem Stück ist (d.h. sich einfach zusammenklappen lässt, was eingetlich jeder Buggy tut), kann man ihn direkt bis ins Flugzeug mitnehmen, dort wird er dann von den Flugbegleitern verstaut und – im Normalfall – nach der Landung wieder ausgehändigt.

Gott sei Dank wurden wir am Ausgang von meinen Schwiegereltern abgeholt, die die ersten fünf Tage des Urlaubs mit uns verbracht haben – ein Segen! Unsere ersten Tage sahen daher so aus: Pünktlich um 5:00h, wenn Junior sich zu Wort meldete, wurde er in Omas Zimmer abgeliefert, wo er sein Fläschchen bekam und dann noch bis ca. 6:30 schlummerte. Danach endet seine Nacht immer. Wir hingegen konnten noch weiter schlafen und gut erholt in den Tag starten, der aus Spaziergängen am Strand, liegen in der Hängematte, viel und gut essen und sogar einigen Ausflügen zu zweit bestand. Man muss wirklich sagen, mit einem Baby fängt man an, die wenige freie Zeit, die man sich als Paar ab und zu gönnt, wirklich zu genießen. Wann habe ich vor der Schwangerschaft mich jemals so gefreut mit meinem Mann essen zu gehen oder sogar ein Glas Wein zu trinken? Ich glaube, noch nie.

Nachdem die Großeltern weg waren, blieben uns noch zehn wunderschöne Tage zu dritt. Zugegebenermaßen hatten wir ein bisschen Bammel: Den Luxus, vier paar Hände für den kleinen Prinzen zu haben, möchte man nicht so schnell wieder aufgeben. Aber es wurde dann wirklich noch schöner und wir konnten gefühlt zum ersten Mal seit der Geburt unsere kleine Familie genießen, fernab von Alltagssorgen. Klar, unsere Nacht war um 06:30h dann auch endgültig vorbei, dafür genossen wir aber abwechselnd morgendliche Spaziergänge zum Strand und zum Bäcker. Vormittags sind wir dann meist zusammen zum Strand, solange es noch nicht so heiß war. Oder wir fuhren einfach los, in irgendeine Stadt, die wir uns vorher ausgesucht hatten. Leider mochte der Zwerg das Autofahren auf der Insel anfangs gar nicht: Bei Ausflugszielen, die über eine Fahrtstunde entfernt lagen, mussten wir auf jeden Fall Pausen einplanen, was normalerweise absolut nicht nötig ist. Aber er hat dann so geschrien, dass er da alleine nicht mehr rausfand. Wir vermuten, es lag am Kindersitz, der zwar eine Art Maxi Cosi war, aber irgendwie für etwas ältere Kinder geeignet zu sein schien. Den Sitz hatten wir zum Auto dazugemietet. Diese Schreiattacken legten sich nach ein paar Tagen wieder, sodass wir auch die Autofahrten problemlos meistern konnten. Mittags haben wir dann immer ganz nach Spanischer Art Siesta gemacht und viel Zeit im Haus (ich hauptsächlich in der Hängematte ;)) verbracht, bevor es abends dann nochmal zum Strand ging oder in eine Strandbar. Unterwegs schlief der kleine Mann dann immer im Buggy ein und wir konnten problemlos den ganzen Abend genießen und ihn zu Hause dann in sein Babybettchen legen, wo er bis um 05.00h am nächsten Morgen schlief und der nächste Tag seinen Lauf nahm.

Ich finde, mit fünf Monaten, ist der perfekte Zeitpunkt für einen ersten Urlaub. Ich war aber auch sehr froh, dass unser Reiseziel nur zwei Flugstunden entfernt lag und die Temperaturen 27 Grad nicht überstiegen. Und eine sehr schöne Erfahrung war, dass sowohl mein Mann als auch ich diesen Urlaub als den bisher besten empfanden.

Das Leben mit dem „Vier-Monats-Baby“

Seit dem 24.04. ist unser kleiner großer Mann vier Monate alt. Vier Monate mit Baby vergehen so schnell wie vier Wochen im Leben vor dem Baby. Es waren großartige, aufregende, aufreibende, anstrengende Monate und irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Vier-Monats-Grenze einen Einschnitt bedeutet. Sowohl für den Kleinen als auch für mich. Der Kleine ist jetzt wirklich präsent. Er ist vollständig in der Wet angekommen und durstet danach, die Welt mit allen Sinnen zu erfassen. Für mich bedeutet diese Tatsache zweierlei: Auf der einen Seite kann ich stundenlang mit dem Zwerg in seiner Sprache brabbeln, ihn dabei bewundern, wie er mit seinen Händchen alles ertastet, was er zu fassen bekommt, inklusive meines Gesichts. 🙂 Auf der anderen Seite fühle ich mich abends ab und zu so ausgelaugt, dass ich mich am liebsten unter der Bettdecke verstecken und den ganzen Abend lang nicht mehr reden möchte. Zuerst dachte ich, diese Müdigkeit liegt daran, dass ich seit Monaten nicht genügend Schlaf bekomme. Dabei ist unser Sohn ein vorbildlicher Nacht-Schläfer. Aber dann kam ich auf die Lösung. Mit vier Monaten ist das Baby andauernd in Interaktion und man ist ohne Pause dabei es zu bespaßen, ihm vorzusingen, ihn abzulenken oder mit ihm zu spielen. Es kommt kaum vor, dass ich eine Stunde am Tag mal nicht rede. Und das strengt natürlich an, lässt sich aber meiner Meinung nach nicht vermeiden. Und es wäre natürlich auch nicht schön für den Wurm und seine Entwicklung, würde man ihn schweigend angucken. Daher finde ich es enorm wichtig, sich kleine Ruheinseln im Alltag zu schaffen. Sofern man denn natürlich die Unterstützung vom Partner und anderen Menschen hat. Hier sind ein paar Beispiele, die sich (meiner Meinung nach) gut mit dem Leben mit Baby vereinbaren lassen:

  1. Das simpelste: Abends mal nicht duschen, sondern ein Bad nehmen. Es entspannt wirklich enorm.
  2. Auch gut: Abends einfach mal kurz rausgehen, eine Runde um den Block drehen. Alleine.
  3. Wenn das Wetter gut ist und man tagsüber mit dem Kinderwagen spazieren geht, keine weiten Strecken zurücklegen, sondern sich direkt vor dem Haus eine Bank suchen, mit einer Hand den Kinderwagen hin- und herschieben und in der anderen ein Buch oder eine Zeitschrift halten. Wunderbar! Dabei das Gesicht zur Frühlingssonne wenden. 😉
  4. Sport ist natürlich eine super Sache. Mein Favorit ist Yoga. Hat man keine Möglichkeit, ein Yoga- oder Fitnessstudion aufzusuchen oder keine Lust joggen zu gehen: Auf Youtube finden sich abertausende Yogastundenvideos. Mein Tipp: Die Videos von Amiena Zylla sind super! Nicht zu lang, sehr vielfältig, gute Laune garantiert!
  5. Ganz toll ist es auch, einen Abend pro Woche etwas alleine, d.h. ohne family zu unternehmen. Sei es mit einer Freundin ins Kino zu gehen oder Ähnliches. Für mich wird es langsam gerade erst möglich, da ich die ersten vier Monate mit Baby einfach keinen Kopf für den Rest der Welt hatte und abends vor allem eins wollte: Schlafen. Auch jetzt noch finde ich laute Menschenmassen anstrengend und würde einen Besuch in der Sauna einer Bar vorziehen. Die Hauptsache ist, man macht wenigstens ab und zu als Mami noch einen Ausflug in die „Erwachsenenwelt“ und kommt auf andere Gedanken!

Große und kleine Fortschritte

Heute ist mein Kleiner zum ersten Mal vormittags ganz von alleine in seinem Bettchen eingeschlafen, und das ohne Schnuller! Mit knapp 4 Monaten! Das ist für uns eine riesengroße Errungenschaft, ist Schlafen tagsüber doch eine etwas schwierige Angelegenheit. Dafür klappt es nachts wunderbar: Zwischen 19-20Uhr geht’s ins Bett und dann heißt es 7-9 Stunden Durchschlafen! Ein Traum.

Insgesamt habe ich das Gefühl, dass jetzt eine Phase ist, in der jeden Tag etwas neues passiert. Der kleine Mann entdeckt nach und nach seine Hände, ist kurz davor sich herumzurollen und seinen Gefühlsausdrücken sind keine Grenzen gesetzt. Überraschung, Freude, entspannte Zufriedenheit, große Neugierde, Zorn – alles ist dabei. Ganz wunderbar ist das Gefühl, dass man als Mutter sein Kind absolut versteht und seine Gefühlsregungen deuten kann. Es ist ein großes Glück, sein Baby beim Heranwachsen zu begleiten und zu beobachten und dafür bin ich jeden Tag dankbar!