Der erste Geburtstag

Am 24.12. war es soweit. Unser kleiner Schatz wurde 1 Jahr alt. Die Ironie des Schicksals wollte es so: mit sechs Tagen Verspätung kam unser Sohn in der Nacht vom 23.12. auf den 24.12.2015 auf die Welt. Wie magisch! Ein besseres Weihnachtsgeschenk hätten wir uns gar nicht wünschen können. Und auch, wenn wir uns jetzt schon Gedanken darüber machen, wie wir in Zukunft wohl Weihnachten und Geburtstag an einem Tag für unseren Prinzen so gestalten, dass er nicht taurig darüber ist, nur einmal im Jahr Geschenke zu bekommen (Mehr zu Ostern schenken? Mehrere Tage hintereinander auspacken? Geburtstagsfeier auf den Sommer verlegen?), so sind wir  Eltern trotzdem unglaublich froh darüber, dieses Wunder am 24.12. erhalten zu haben. Ab jetzt werden wir jedes Jahr an diesem Tag nicht nur aus traditionellen und religiösen Gründen innehalten, nachdenklich und glücklich sein, sondern wir werden uns vor Augen führen, dass dieser Tag der wichtigste in unserem Leben ist, denn da wurde unser Sohn geboren. Unser Kind, das wertvollste und liebenswerteste, was ein Mensch haben kann.

Oh, wie schnell ist dieses Jahr vergangen. Wo ist die Zeit nur hin? Haben wir dich etwa tatsächlich ganz (fast) alleine schon so groß bekommen? Haben wir etwa einen Anteil daran, dass du so glücklich, fröhlich, lieb, lustig, zärtlich, schlau, interessiert und einfach nur großartig bist? Dieser Gedanke mach mich glücklich und stolz. Und wir werden auch weiterhin daran arbeiten, dich zu dem glücklichsten kleinen Wesen auf der Welt zu machen! Du sollst dich etfalten können, du sollst akzeptiert und geliebt werden wie du bist, du sollst ernst genommen und gefördert werden. Du sollst dir soviel Zeit für jeden Schritt nehmen können, wie du brauchst. Und vor allem sollst du dich in deinem Zuhause, bei deiner Familie, zu der auch natürlich Omas und Omas zählen, immer sicher und geborgen fühlen. Denn das, so glaube ich, ist das Wichtigste für ein gesundes und glückliches Kind.

Jetzt genießen wir noch die letzten Tage unseres ersten gemeinsamen und so aufregenden jahres in Ruhe zusammen, bevor wir mit neuer Energie neuen Herausforderungen und Glücksmomenten in 2017 entgegenblicken.

Einen guten Rutsch euch allen!

 

Adventsruhe

Eigentlich müsste ich hinter den Titel dieses Beitrags einen Smiley hinzufügen, denn „Ruhe“ wäre in unserer momentanen Situation definitiv ironisch gemeint. Wir wünschen uns Ruhe und hoffen, sie zumindest an den Weihnachtstagen und zwischen den Jahren etwas genießen zu können.

Ich habe zwei Monate nichts mehr auf meinem Blog geschrieben, jetzt wo mir das richtig bewusst wird, merke ich erst, was für eine lange Zeit zwei Monate sind! Und so viel zwei Monate in der Entwicklung eines Babys auch ausmachen können, so schnell gehen zwei Monate für uns, Erwachsene, vorbei. Ich fasse mal kurz zusammen, was in der letzten Zeit passiert ist und warum ich nicht die Muße hatte, meinen Blog zu pflegen:

  1. Wir sind zum November umgezogen. In eine Wohnung, in der wir einiges ausbessern und Kleinigkeiten verändern wollten. Da wir glücklicherweise schon im Oktober die Wohnung zu unserer Verfügung hatten, haben wir alle Wochenenden im Oktober genutzt, um dort voranzukommen. Im Prinzip sah unser Oktober folgendermaßen aus: Morgens aufstehen, den Kleinen fertig machen für die Oma, auf die Arbeit gehen. Nach einem halben Tag Arbeit den Kleinen abholen und bespaßen, bis der Mann abends von der Arbeit kommt. Wenn der Kleine pünktlich um 19:00Uhr einschläft, ging es an das Packen von Kisten. Schwupps! – der Monat war rum.
  2. Den Umzug hatten wir ordentlich unterschätzt. Bzw. nicht den Umzug, sondern den Umzug mit Baby. Bisher habe ich sowieso die Erfahrung gemacht, dass wir einige Sachen „mit Baby“ gründlich unterschätzen. Vor allem zeitlich. Aber gut, wir haben es geschafft. Allerdings so geschafft, dass wir am Umzugswochenende meilenweit davon entfernt waren, die Wohnung irgendwie auch nur ein bisschen fertig zu haben. Und natürlich wochenlang kein Internet hatten. Erst jetzt haben wir einen Zustand erreicht, in dem man sich in der Wohnung wohl fühlen kann.
  3. Kaum war der Umzugsstress rum, schon habe ich auf der Arbeit erfahren, dass mein befristeter Vertrag nicht verlängert wird, womit ich nicht wirklich gerechnet habe und was mir viele, viele Tage zu schaffen gemacht hat. Auch wenn es, wie ich vermute und hoffe, keine persönliche, sondern tatsächlich nur betriebliche Gründe hat, so ist es doch eine Sache, die einem emotional nahe geht und man fühlt sich als Person abgewiesen. Ich kann damit ganz schlecht umgehen. Und mal ganz ehrlich: Wir brauchen meinen Job und finde mal einen guten, qualifizierten Job in Teilzeit! Am Ende habe ich das verarbeitet und sehe es als eine Möglichkeit, eine neue Tür zu öffnen und in eine Richtung zu gehen, die mich richtig glücklich macht. Aber die begehrten Jobs muss man ja auch erst mal kriegen. Ganz zu schweigen davon, dass man auch erst mal die Zeit finden muss, überhaupt eine Bewerbung zu verfassen. Momentan sehe ich das als kaum möglich: Teilzeitjob, Baby, Haushalt, Wohnung, achja, im Mai gibt es ja noch eine große Hochzeit zu feiern UND Bewerbungen schreiben? Wenn mir meine psychische Gesundheit am Herzen liegt, müsste ich mal einen Gang runterschalten. Und wie so oft spart man dann nicht an den Zeitfressern, wie z.B. abends in einer ruhigen Minute vorm TV sitzen, sondern eben an den Sachen wie Blogschreiben. Die einem zwar natürlich total viel Spaß machen, in die man aber doch die eine oder andere Minute investieren muss. Und ich muss auch zugeben, in diesen stressigen letzten Wochen und Monaten war ich so deprimiert, dass ich gar nicht produktiv sein könnte. Jetzt freue ich mich, endlich wieder einen Beitrag zu verfassen. Aber auch jetzt sitze ich wie auf Kohlen und habe schon die nächste Sache im Kopf, die ich heute abend erledigen will.
  4. Im Winter ist generell unsere „Feierzeit“. Wir alle drei haben im Winter Geburtstag. Zuerst stand also der Geburtstag meines Mannes, 10 Tage später mein Geburtstag an und zu guter letzt können wir es kaum erwarten an Heiligabend auch den ersten Geburtstag des wundervollsten Wesens auf der ganzen Welt zu feiern! 🙂
  5. Ich war krank, mehrere Male innerhalb von wenigen Wochen. Und dann wurde der Kleine Mann geimpft. Und hat sich erkältet. Und danach kam erst die heftige Impfreaktion. Und die hält bis heute an, seit fast zwei Wochen schon. Er ist total schläfrig und möchte kaum essen. Ich mache mir natürlich Sorgen, obwohl laut Arzt wohl alles ok ist. Aber wenn so ein kleines Würmchen nichts essen mag, was es normalerweise sehr gerne tut, dann wird man schon nervös.

Wie man sieht, es ging bei uns turbulent zu in den letzten Wochen. Ich komme leider kaum dazu die Baby-Tage bewusst zu genießen und ermahne mich immer wieder zur Ruhe…die uns jetzt hoffentlich, hoffentlich, hoffentlich ein bisschen gegönnt wird.

In diesem Sinne: Allen Mamis und natürlich Papis da draußen eine besinnliche Adventszeit!

Was so los ist

Uiuiui, ist bei uns viel los in letzter Zeit! Daher komme ich gar nicht dazu den Blog zu pflegen. Aber, ehrlich gesagt, so gestresst ich momentan auch bin: Außer Arbeit und Haushalt passiert wiederum nicht so viel, daher gibt es auch nicht viel zu berichten.

Wir werden in einigen Wochen in eine größere Wohnung umziehen, denn es wird endgültig Zeit, dass der Wurm ein eigenes Zimmer bekommt. Bzw. es wird Zeit, dass die Eltern ein eigenes Zimmer bekommen 😀 Viel zu tun also mit dem Umzug, dazu kommen diverse Feiern und Hochzeiten, dann die Planung unsererer eigenen Hochzeit nächstes Jahr…aber das nur im Hinterkopf.

Die Hauptsache bei all dem Trouble ist natürlich, dass es dem Kleinen gut geht! Und es geht ihm sehr gut. Die Betreuung durch die Oma klappt wunderbar. Wir haben den Luxus, dass meine Schwiegermutter jeden Morgen zu uns kommt und den Kleinen mitnimmt, d.h. wir können uns in Ruhe fertig machen. Und der kleine Mann wird den halben Tag bestens unterhalten, bis ich ihn gegen 14Uhr abhole. Mittwochs habe ich meinen freien Tag und entgegen meiner Vermutungen, ist es total gut mitten in der Woche frei zu haben! Man hat Zeit mal durchzuatmen. Und wenn die Nächte davor schlecht waren, so hat man diesen Tag, um sich wenigstens ein bisschen auszuruhen. Und sich auf die kommenden 2 Arbeitstage vorzubereiten.

Nichtsdestotrotz muss ich zugeben: Es ist doch sehr anstrengend, Kind und Arbeit unter einen Hut zu kriegen. Es ist so, dass man das Gefühl hat IMMER irgendwohin zu hetzen. Zuerst morgens beim fertig machen. Dann auf die Arbeit. Dann auf der Arbeit mit den Sachen, die man zu tun hat. Denn man weiß, dass man das Kind pünktlich abholen muss. Man freut sich total auf das Kind, aber kaum hält man ihn im Arm, fühlt man die tatsächliche Erschöpfung und das beklemmende Gefühl: Ohje. Jetzt noch so viele Stunden alleine bzw. ohne Mann. Und ich würde gerne einfach nur 20 Minuten irgendwo sitzen. Alleine. Still. Nachdenken. Kaffee trinken. Nicht hetzen. Leider ist das momentan wirklich nicht drin, denn der kleine Löwe hat angefangen sich überall hochzuziehen. Und dann natürlich zu fallen. Und im Bett will er nicht bleiben. Also heißt es: immer ein Auge auf ihn halten, ihn bei seinen Versuchen, die Welt zu erkunden unterstützen und am besten jeden Fall verhindern. Das geht natürlich kaum. Aber man gibt sein Bestes. Und dann, abends, wenn Ruhe in der Wohung einkehrt heißt es: Den nächsten Tag vorbereiten. Was zieht er morgen an? Was ziehe ich morgen an? Ist heißes Wasser in der Thermoskanne für seine erste Mahlzeit am nächsten Tag? Und dann schnell, schnell ins Bett, damit man auf seine 6-7 Stunden Schlaf kommt. Und wenn die an einem Stück sind, ist es schon ein großes Glück! Tja, ich muss wirklich zugeben, momentan sind wir relativ am Limit.

Ich erhoffe mir ein bisschen mehr Ruhe, wenn es Richtung Weihnachten geht und wir uns ein bisschen in der neuen Wohnung eingerichtet und uns daran gewöhnt haben. Und ein bisschen mehr „Erwachsenenzeit.“ Die ist momentan nämlich wirklich ausgeschlossen. :-/

Der Tag, den ich am liebsten aus dem Kalender streichen würde

Dieser Tag, bzw. das Ereignis, das diesen Tag so furchtbar machte, war der letzte Sonntag. Und ich schwöre euch, man kann daraus ein Szenario für einen Katastrophenfilm machen.

Die Ausgangssituation: Hitze. Mein Mann und ich sind samt Nachwuchs den halben Tag unterwegs und total angestrengt. Wir haben in der Stadt, haben einige Sachen erledigt, waren dann in einem schönen Park am Flussufer, haben uns allerdings zeitlich total verschätzt und nicht genug zu Essen für den Nimmersatt eingepackt. Was dazu führt, dass wir unseren Aufenthalt im Park nach ca. 20 min. abbrechen müssen, da wir noch den ewig langen Nachhauseweg vor Augen haben: 45 min. mit Straßenbahn und U-Bahn, 2 Mal umsteigen. Kleiner Mann quengelt jetzt schon, wir sterben vor Hitze. So machen wir uns also angespannt auf den Weg und überlegen uns, wie wir ohne Geschrei unser Zuhause erreichen.

Kurz vor dem Ziel: An unserer letzten „Umsteigestation“ angekommen, sind wir müde und freuen uns einfach auf Zuhause. Wir sind bereits jetzt einer Meinung: Der Tag ist einfach nur total anstrengend. Da wir an diesem Tag schon sehr viele Rolltreppen benutzt haben, beschließen wir der Einfachheit halber hier den Aufzug nach oben zur Straße zu nehmen. Einen relativ kleinen, zusammen mit 8 weiteren Personen. Wir drücken auf den Knopf, der Aufzug fährt los und bleibt direkt darauf, nach vielleicht einem halben Meter, ruckartig stehen. Das Zeichen „Störung“ leuchtet auf.

„Mist“, denke ich, ich bin noch nie im Aufzug stecken geblieben. Und gerade jetzt, mit einem hungrigen Baby und bei sehr starker Hitze in diesem Glasaufzug…das hat uns gerade noch gefehlt. Meine Knie werden kurz weich, aber ich beruhige mich wieder und denke mir, nachdem wir den Alarmknopf gedrückt hatten: „Naja, in spätestens 10  Minuten sind wir hier draußen“. Wir werden den Kleinen schon ablenken können.

Der Horror beginnt: Die 10 Minuten vergehen, aber keine Hilfe kommt. Es wird immer heißer im Aufzug. Die Leute fangen an, sich mit Papier und anderen Sachen, Luft zuzufächern. Gott sei dank, lassen sich die Aufzugtüren ca. 10cm öffnen, sodass wir zumindest psychologisch die Sicherheit haben: Es kommt Luft rein. Gott sei dank, wurden wir bereits von anderen Leuten bemerkt. Ebenfalls von einer VGF-Mitarbeiterin, die uns zuruft, sie habe nochmals die zuständigen Mitarbeiter informiert, sie sind auf dem Weg. Weitere 10 min. vergehen. Man fragt sich, ob es einen einzigen für Fahrstühle zuständigen VGF-Mitarbeiter in Frankfurt gibt und ob er durch die halbe Stadt müsse. Wir kommen langsam auf die Idee, unserem Baby etwas zu trinken anzubieten. Er trinkt eigentlich nicht sehr gerne und auch hier verweigert er sich seinem Tee. Wir bleiben hartnäckig. Ich werde nervöser, denn es ist nicht zu erkennen, wie lange wir noch im stickigen Fahrstuhl verweilen müssen.

Plötzlich erscheint eine zweite Mitarbeiterin. Sie ist, ebenfalls wie die erste, nicht für Fahrstühle zuständig, meint aber, uns tatkräftig in unserer Situation unterstützen zu müssen. Lautstark ruft sie „Gebt dem Baby was zu Trinken!“ Wir sind ja dabei. Bisher verhält sich unser Sohn wie ein Musterbaby. Von großem Hunger keine Spur, der Wurm spürt wohl, wie angespannt sie Lage ist. Wir halten ihn auf dem Arm und wechseln uns ab, wir fächern ihm zu, ich puste auf ihn und wir geben alles, um ihn kühl zu halten. Uns selber rennt der Schweiß. Als dann die zweite VGF-Mitarbeiterin ruft, wir sollen das Baby ausziehen, dämmert mir plötzlich, dass wir in einer brenzligeren Situation sind, als ich bisher dachte. Und da breche ich zusammen. Ich spüre einfach nur Panik. VERDAMMT! WIE LANGE DENN NOCH? WIE KANN DENN SO ETWAS IN DEUTSCHLAND PASSIEREN? Wie absurd, wir sind so nah am Boden und können nicht weg. Und wenn es hart auf hart kommt und unser Baby wirklich medizinische Hilfe benötigt, dann kann uns schlichtweg niemand da rausholen. Ich fange mich nach einer kurzen Zeit wieder und weiß, dass ich nur funktionieren muss. Gott sei dank haben wir eine Wasserflasche dabei, ich nehme das Wasser, um unseren Sohn damit abzureiben und fächer ihm zu. Auch andere Insassen fächern mittlerweile nicht mehr sich, sondern unserem Baby zu. Ich könnte wieder heulen. Eine ältere Dame setzt sich auf den Fußboden, sie kann nicht mehr.

Mittlerweile sind ungefähr 30 min. vergangen – es hört sich vielleicht nicht so schlimm an, aber glaubt mir, eingequetscht auf kleinem Raum mit Todesängsten um das eigene Kind, ist das der wahre Horror. Doch endlich, die Rettung naht, es erscheinen 2 Männer, die uns rausholen müssen. Nach kurzer Zeit wird klar: Sie schaffen es nicht. Die Türen gehen nicht auf und sie wissen nicht, warum. Ist es nicht absurd? Erwartet man so etwas, wenn es um technische Sachen in unserem Land geht? Ich nicht. Und ich bin kurz vorm Durchdrehen. Die VGF-Damen reichen uns durch den Minispalt mittlerweile kleine Wasserflaschen, die sie auf der Damentoilette befüllen. Ich habe mittlerweile den Sauger von der Babyflasche abgemacht und versuche meinem Sohn in kleinen Schlückchen seinen Tee einzuflößen. Er verschluckt sich. Ich bin ein weiteres Mal kurz vorm Zusammenbruch.

Die Türen gehen auf!!! Endlich! Wir sind frei! Ich kann es gar nicht fassen. Ich weiß nicht, ob ich Lachen oder Weinen soll, vor lauter Anspannung, die abfällt. Ich springe runter (der Aufzug hängt ja immer noch etwas „in der Luft“), mein Mann reicht mir unseren nur mit Windel bekleideten und nassgeriebenen Schatz. Im U-Bahntunnel ist es aber sehr kalt und windig! Ich wickel mein Ein und Alles schnell in eine Decke und fange einfach nur an zu heulen. Mein Gott, ich bin so glücklich. Uns geht es gut. Unserem Baby eindeutig auch, er war eigentlich die meiste Zeit über putzmunter und hat sich nicht beschwert. Wir waren insgesamt 60 Minuten bei brutaler Hitze in diesem Glasfahrstuhl eingesperrt. Unser Sohn ist definitiv ein Held – ich bin die Mutter eines Helden. ❤

Der Berufseinstieg

Letzten Freitag war mein erster Arbeitstag nach acht Monaten Babypause. Und nach zehn Monaten inklusive Mutterschutz. Wie ich schon hier berichtet hatte, war ich verständlicherweise nervös darüber, wie ich empfangen werde, wie ich mich mehrere Stunden am Stück auf etwas, das nicht mein Baby ist, konzentrieren kann usw. Gott sei dank war ich mir wenigstens darüber sicher, dass mein Sohnemann bei seiner Oma bestens aufgehoben ist und mich nicht vermissen wird.

Und ich darf verkünden: Der Einstieg war gar nicht mal so schlecht! Viel Trara wurde um mich nicht gemacht, was ich ehrlich gesagt auch besser finde. Erstaunlicherweise wusste ich noch einige Sachen von der Arbeit intuitiv. Und ich habe mich wirklich gefreut, die Kollegen wiederzusehen. Alles in allem, hatte ich nicht das Gefühl, so lange weggeblieben zu sein. Was mir allerdings wirklich eher schwerer gefallen ist, ist die Konzetration auf Arbeitsthemen, sodass der Tag mit Kopfschmerzen endete, aber ich denke, nach eins, zwei Wochen wird auch das Vergangenheit sein. Und selbstverständlich habe ich mein Baby vermisst! Allerdings war er auch – damit ich richtig gut ausschlafen konnte vor dem ersten Arbeitstag und weil mein Mann krank war – über Nacht bei meiner Mutter, sodass ich ihn tatsächlich insgesamt fast 24h nicht gesehen hatte. In Zukunft werden diese Abstände sich natürlich nur auf meine Arbeitszeit beschränken.

Alles in allem bin ich sehr positiv aufgestellt und bin noch etwas nervös, wie sich die nächsten Wochen schlaftechnisch etnwickeln, aber ich bin guter Dinge, dass wir auch da eine gewisse Routine bekommen werden. 🙂

Und jetzt geht’s ins Bett (21:00, an einem Sonntag…)

Hochzeitstag

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Heute ist unser erster Hochzeitstag! Heute vor einem Jahr haben wir im kleinen Kreis unserer Familie und Freunde uns das Ja-Wort gegeben. Ich, damals im 6. Monat schwanger. Es war ein wunderschöner, sonniger Tag, ich habe mich gut und hübsch gefühlt und nach der standesamtlichen Trauung am Morgen hatten wir einen wundervollen Brunch. Mein Mann und ich waren ganz überwältigt von all der Liebe, die uns an dem Tag entgegenkam. Die zweite Hälfte des Tages hatte wir für uns und wollten sie ganz spontan und ungezwungen gestalten. Wir spazierten durch Frankfurt, besuchten eine Open-Air-Veranstaltung und waren dann in einem stinknormalen Lokal essen.

Nun ist ein Jahr rum. Es ist viel passiert. Die Geburt unseres Sohnes ist wohl das glücklichste und unvergesslichste Ereignis für uns beide und zwar in unserem gesamten Leben. Sowohl für uns als Paar als auch für jeden von uns als Individuen. Ich finde, das ist eine der größten Herausforderungen, die die Geburt eines Kindes mit sich bringt: Die Liebe und die Beziehung zum Baby sowohl als Eltern-Gespann als auch als Person der Mutter und des Vaters empfinden und gestalten. Den Partner dabei zu erleben, wie er eine Beziehung zu eurem Kind aufbaut, welches man auch oft als das ausschließlich eigene Kind betrachtet. Zu spüren, wie sich eure Beziehung zueinander wandelt. Und aus all diesen Beziehungsgeflechten, die plötzlich ganz unüberschaubar erscheinen, ordentliche Fäden zu spinnen in dem Mutter-Vater-Kind-Chaos. Bekanntlich ist sowohl das erste Jahr als Ehepaar als auch das erste Jahr als Elternpaar das Schwierigste. Ob es besonders schwierig wird, wenn diese beiden Ereignisse auf ein Jahr fallen?

Unser erstes Jahr war nicht immer leicht, aber irgendwie doch sehr, sehr glücklich. Und heute, an unserem Hochzeitstag ziehe ich wieder mein weißes Kleid an (es ist ganz schlicht :)) und wir spazieren durch Frankfurt und lassen uns treiben und es ist ganz heiß. Und: Der Sohnemann schläft zum ersten Mal ganz alleine bei den Großeltern.

Was für ein besonderer Tag!

Die allerletzten Tage Elternzeit

Nun, das war sie wohl…meine acht Monate lange Elternzeit. Anfang September hat die Arbeitswelt mich wieder und ich habe wirklich sehr, sehr gemischte  Gefühle, was das betrifft.

Auf der einen Seite, wenn ich ganz ehrlich bin, denke ich, dass ich momentan den besten, wichtigsten und erfüllendsten Job meines Lebens mache: Mutter sein! Ich fühle mich nicht einsam, mir fehlt nichts, ich kann von Langeweile nur träumen und genieße jeden Tag mit meinem Sohn. Zugegebenermaßen fällt mir ab und zu die Decke auf den Kopf. In dem Sinne, dass der Tagesablauf immer fast dem gleichen Muster unterliegt und die Aktivitäten mit und für das Baby immer die gleichen sind. Das strengt ab und zu tatsächlich an. Nichtsdestotrotz bin ich glücklich, voller Energie und lebensfroh – Zustände, die ich nicht gerade einem berufstätigen Leben zuschreiben würde.

Andererseits stehe ich ganz am Anfang meines Berufslebens und das Konzept „Karriere“ ist mir durchaus wichtig. Ich arbeite grundsätzlich gerne, d.h. ich habe gerne eine Aufgabe. Ich bin auch ein bisschen stolz, dass ich „schon“ nach acht Monaten in den Beruf zurückkehre. Und, mein Gott, vergleicht man Deuschland mit anderen europäischen Ländern, wo die Frauen viel, viel früher in den Beruf zurückkehren müssen (in Frankreich sind drei Monate Elternzeit die Regel, in den Niederlanden gar zehn Wochen), geht es uns hier mit den gegebenen Gesezten und der staatlichen Untersützung richtig gut! Warum also nagt dieses schlechte Gewissen mein Kind „alleine“ zu lassen doch an mir? Da ich grundsätzlich selbstreflexiv bin und immer versuche meinen Emotionen auf den Grund zu gehen, habe ich mich natürlich besonders mit dieser Frage beschäftigt. Und ich bin zu folgenden Antworten gekommen:

  1. Es ist zunächst ganz banal unsere weibliche Biologie und das braucht man gar nicht abstreiten, Feminismus hin oder her. Ich bin davon überzeugt, dass es diese besondere Mutter-Kind Bindung gibt – die eben nur Mütter mit ihren Babies (vor allem in den ersten Lebensmonaten) – sehr stark empfinden und leben. Ich denke schon, dass acht Monate eine relativ kurze Zeit ist. Möglicherweise würde ich nach 1,5 Jahren Elternzeit schon gar nicht mehr wissen wohin mit mir vor lauter Alltasgroutine.
  2. Ein anderer Grund liegt, denke ich, an unserem System. Es ist heute ein ungeschriebenes Gesetz, dass Frauen zwölf Monate Elternzeit nehmen. Und die Männer dann die restlichen zwei für die KiTa-Eingewöhnung. Zumindest habe ich den Eindruck, dass die Mehrheit der Eltern die Situation so regelt. Das führt natürlich dazu, dass ich mir denke: „Oh mann. Ich gehe viel zu früh arbeiten. Alle bleiben ein Jahr zu Hause. Mein Kind braucht mich doch noch, es ist so klein.“
  3.  Und der letzte Grund, den ich für mich identifizieren konnte, hat nur etwas mit meiner Persönlichkeit zu tun: Ich habe Angst vor dem Stress. Ich habe Angst davor mich zu großer Belastung auszuliefern. Ganz konkret stelle ich mir immer wieder vor, wie ich meinen Knirps nachmittags bei der Oma abhole, der Tag sowieso schon anstrengend war und ich einfach nur mit meinem Baby für den Rest des Tages kuscheln will. Aber nein: Ich muss ja noch etwas für morgen vorkochen. Oder einkaufen gehen. Geschweige denn unsere Hochzeit planen. Und dann komme ich nicht früh ins Bett. Und dann wacht der Sohnemann um 5 Uhr auf. Und diese Spirale, die aus angsteinflößenden Prophezeihungen, die allesamt dazu führen, dass ich vor Erschöpfung irgendwann gar nicht mehr funktioniere, führen dann zu den Sorgen, die ich so habe. Jetzt, wo ich das aufschreibe, empfinde ich diesen letzten Punkt sogar am schwerwiegendsten.

Ich habe mir vorgenommen, den August zu genießen und mir einfach keinen einzigen Gedanken über „Später“ zu machen. Klappt zwar nur sehr bedingt, aber ich gebe mein Bestes. Rational gesehen bin ich zu 100% davon überzeugt, dass es die richtige Entschiedung ist, jetzt schon wieder arbeiten zu gehen. Bevor ich Mutter wurde, war ich übrigens eine ganz radikale Verfechterin der working moms. Nun stehe ich kurz davor selber eine working mom zu werden und bin plötzlich ganz kleinlaut und emotional. Soviel zum Thema, dass man erst einmal selber Kinder bekommen sollte, bevor man andere be- oder verurteilt. Man darf aslo gespannt sein, wie sich mein Leben in knapp drei Wochen ändert. Die gute Nachricht: Es steht noch ein Kurztrip zum Bodensee bevor. 🙂

P.S. Ich würde mich hier sehr über eure Erfahrungen freuen: Wie macht ihr das? Wie lange bleibt ihr zu Hause? Wie vereinbart ihr Job und Kind? Wie machen eure Partner das? etc. etc.

Nach langer Zeit mal wieder…

…einen Text verfassen. Wurde aber auch höchste Zeit. Ich habe in den letzten Tagen viel daran gedacht, einen Beitrag zu schreiben, aber ehrlich gesagt, wusste ich nicht so recht, was ich berichten sollte. Warum? Ich vermute, mich haben einfach nicht so viele „Baby-Themen“ in den letzten Wochen beschäftigt! Was ich irgendwie als ein gutes Zeichen erachte. Ich war in den letzten Wochen scheinbar völlig im Reinen mit mir, meinem Leben, meiner Familie, meinem Mama-Dasein. Man könnte sage, ich bin nun völlig im Mama-Dasein angekommen und der Alltag läuft super.

Tja, was soll man auch schreiben über das beste Baby der Welt: Er macht uns das Leben leicht und erfreut uns von Tag zu Tag immer mehr mit seinen Fortschritten. Vor ca. einer Woche kamen gleich zwei (!) erste Zähnchen. Nun wird fleißig an meiner Schulter genagt. 😀 Schlaf ist auch immer noch eine feine Sache, zehn-elf Stunden Schlafen am Stück ist unsere Realität (Wo ist das Holz, wo ich draufklopfen kann? ;)). Gegessen wird alles, was Mama kocht oder kauft. Jeder wird angelacht. Auch wenn der Kleine Mann bei fremden Personen am Anfang noch etwas vorsichtig ist und zunächst relativ verunsichert den Blickkontakt mit mir sucht – „richtiges“ Fremdeln würde ich es noch nicht nennen. Er scheint kurz davor zu sein loszukrabbeln und selbständig zu sitzen. Zumindest macht er den Eindruck als würde er am liebsten die Grenzen seines Körpers sprengen und ist manchmal total genervt, wenn er einen bestimmten Gegenstand nicht erreichen kann.

So viel zum Thema Sohnemann. Ein weiterer Grund, warum es in den letzten Wochen eher ruhig hier auf dem Blog war, ist vermutlich auch die Tatsache, dass noch ein weiteres schönes Thema grade im  meinem Kopf umherschwirrt: unsere Hochzeitsfeier nächstes Jahr! Wir haben uns endlich dazu durchgerungen, eine größere, „richtige“ Feier zu organisieren. Letztes Jahr ging alles so schnell mit der Schwangerschaft und der darauffolgenden standesamtlichen Trauung und wir hatten ja auch damals schon gesagt, dass wir die Hochzeit noch in einem größeren Rahmen feiern wollten. Aber klar war auch, dass es mit Baby eine ganz schöne Herausforderung werden könnte. Und nichts schien mir in den ersten drei Monaten nach der Geburt absurder, als eine Hochzeit zu organisieren. Aber nun dachten wir uns: Warum nicht? Wenn man den nötigen Abstand nimmt vom Perfektionismus und dem ganzen kapitalistischen Hochzeitsmarketingwahn, kann man durchaus mit (verhältnismäßig) wenig Aufwand eine schöne Feier auf die Beine stellen. Und das haben wir nun vor! Eine nicht unbedeutende Rolle hat die Location gespielt, die wir mehr oder weniger per Zufall entdeckt haben. Und sobald die Location feststeht, ist ja bekanntermaßen schon ein wichtiger Schritt in Richtung Hochzeit getan. 🙂 Ich finde es schon ziemlich cool, dass wir das in Angriff genommen haben, mit einem (damals) sechs Monate alten Zwerg.

In den nächsten Monaten werden mich dementsprechend ein paar ganz andere Dinge beschäftigen. Denn neben der Hochzeitsplanung wird wohl gegen Ende des Jahres noch ein Umzug anstehen und in unglaubich kurzen vier Wochen gehe ich auch wieder arbeiten. Wie ich DAS alles unter einen Hut kriegen will, ist mir noch ein Rätsel. Und ich hoffe wirklich sehr, dass ich zumindest ab und zu noch die Zeit und Kraft haben werde, hier den einen oder anderen Gedanken festzuhalten. Ich gebe mir jedenfalls Mühe. 🙂

Das Leben mit dem Sechs-Monats-Baby

Dieser Beitrag war ja schon längst überfällig, genau genommen seit dem 24.06.2016. Aber wir beide, mein Zwerg und ich, haben echt eine Zeit lang gebraucht, um wieder auf die Beine und in den Alltag zu kommen nach unserer dicken Erkältung. Und außerdem ist ja noch grade die Fußball-EM etc., etc., 🙂

Nun, wie fühle ich mich momentan als Mami und wie empfinde ich das Leben zuhause mit dem Wurm? Es ist ganz unterschiedlich. Eine Sache muss man vorweg nehmen: ich werde ab September wieder arbeiten gehen. Zwar in Teilzeit, aber dennoch mache ich mir jetzt schon Gedanken darüber, wie es sein wird, wie ich Baby und Job und Haushalt (ja, man teilt sich den Haushalt mit dem Mann, aber seien wir ehrlich: Trotzdem machen wir Fauen immer noch mehr) unter einen Hut bringen will. Die Gedanken um dieses Thema beeinflussen momentan meinen Alltag ziemlich stark, leider. Leider – weil ich ja noch fast ganze zwei Monate zu Hause habe und auch theoretisch der Meinung bin, dass der Wurm mit acht Monaten sich bei seiner Oma, meiner Schwiegermama, pudelwohl fühlen wird und ich absolut kein schlechtes Gewissen zu haben brauche. Trotzdem habe ich es irgendwie. Und jeden Tag analysiere ich sein Verhalten und seine Entwicklung, um mir ein Bild zu machen: Ist er schon so weit? Oder doch noch zu klein? Manchmal frage ich mich, ob es nicht tatsächlich eher die Mütter sind, die sich von ihren Kleinen nicht trennen können, als dass die Kleinen vermeintlich noch „zu klein“ sind. Ich glaube, ich kann dieses Spiel nur verlieren und deswegen konzentriere ich mich darauf, dass die Entscheidung nach acht Monaten wieder arbeiten zu gehen aus unterschiedlichen Gründen für uns auf jeden Fall richtig ist. Die Gründe sind hier erstmal nebensächlich.

Viel wichtiger ist: Wie hat sich mein kleines Känguruh-Baby, wie ich ihn ab und zu nenne, entwickelt?

Ich denke, besonders prägend momentan ist sein andauernder Bewegungsdrang. Er dreht sich auf den Bauch und zurück, versucht mit den Armen seinen Oberkörper hochzustemmen und hebet auch seinen Po an, wenn er den Oberkörper ablegt. Ich vermute, in etwas einem Monat wird er Krabbeln oder sich auf irgend eine ähnliche Wiese fortbewegen. Dieser Bewegungsdrang bringt ganz neue Herausforderungen mit sich. Auf dem Wickeltisch kann man ihn kaum noch wickeln, da er sich andauernd hin- und her windet und alles, wirklich alles, was sich in greifbarer Nähe befindet, anfassen muss. Man kann ihn jetzt auch nicht mehr in die Mitte vom großen Bett legen, denn irgendwie schafft er es, sich mal so und dann mal so zu drehen und dann nochmal um 90 Grad – und Schwupps! sehe ich ihn schon am Boden liegen. Langsam fängt also die Zeit der ständigen Wachsamkeit an.

Ansonsten ist es herrlich zu beobachten, wie er die Welt um sich herum wahrnimmt: Neulich im Park  haben wir Enten entdeckt. Der kleine Mann hat seine Aufregung und Freude mit seinem ganzen Körper kund getan. Solche Momente sind ein wahres Highlight!

Weniger amüsant sich Zickereien, etwa, wenn ihm langsweilig ist und er unterhalten werden will. Es kommen langsam immer mehr diverse Launen hinzu, die er äußern kann. Manchmal kann ich diese Launen auch gar nicht deuten und muss hin- und her probieren, was er meinen und wollen könnte.

Auch ist unser Sohn ein sehr fleißiger Esser! Die Einführung der Beikost klappt bisher ganz prima, dazu werde ich vermutlich aber noch einen separaten Eintrag verfassen.

Was mich besonders freut: Er scheint sich seinen Strahlemann-Wesen beizubehalten. Er ist wirklich IMMER gut gelaunt und strahlt ALLE, also auch Fremde an. Klar, Sachen wie Hunger und Müdigkeit trüben ab und zu sein Lächeln. Aber sein Wesen ist vom Grund auf definitiv ein positives. Und das ist ein wahrer Segen für uns als Eltern. Wir können es wirklich schätzen, solch ein pflegeleichtes Baby zu haben!

Das waren so die groben Punkte, die mich momentan bewegen. Bis zum nächsten Mal! 🙂

Ach du Schreck, zum ersten Mal krank!

Ich habe mich schon ein paar Wochen nicht mehr hier blicken lassen und es lag zum einen daran, dass mein kleiner Held und ich SCHON WIEDER für eine Woche im Urlaub waren. 🙂 Uns ging es echt gut in den letzten 2 Monaten! Der zweite Grund ist allerdings weniger schön – uns hat beide ein richtig fetter Virus erwischt!

Ich habe mir ja schon mehrmals vorgestellt, wie schlimm es für mich sein wird, wenn mein Baby zum ersten Mal krank wird. Auch habe ich mit Angst daran gedacht, was eigentlich passiert, wenn ICH mal krank bin und mich gefragt, wie ich den kleinen Mann dann versorgen soll. Aber das, was kam, toppte alles, wir waren beide krank. Und ich sage euch eins: Nur mit Hilfe meiner Schwiegermama habe ich diese schwierige letzte Woche bewältigt.

Angefangen hat alles am Tag unseres Abfluges nach Hause. (Ich bin dieses Mal alleine geflogen und das alleinige Fliegen mit Baby verlangt einen eigenen Post, wirklich. Den schreibe ich mal bei Gelegenheit.) Da hat das schönste Baby der Welt ein bisschen gehustet. Schon dieses Geräusch ließ mein Herz zusammen zucken, aber irgendwie dachte ich, es wird schon wieder. So war es dann auch letzten Samstag und letzten Sonntag. In der Nacht von Montag auf Sonntag allerdings war sein Husten in so schlimm geworden, dass er kaum noch Luft zu bekommen schien. Wir dachten schon daran ins Krankenhaus zu fahren, haben es dann aber doch nicht getan, weil der Husten sich dann soweit beruhigt hatte, dass der kleine Mann schlafen konnte. Am nächsten Morgen rannte ich natürlich sofort zum Kinderarzt und verspürte da langsam schon selber ein Kratzen im Hals. Aber nicht weiter schlimm. Beim Arzt hat der Sohnemann dann einen Hustensaft und Ruhe verordnet bekommen und ich war vorerst beruhigt.

Leider ging die Story so weiter, dass ich Abends richtiges Fieber bekommen habe! Und damit ist man bekanntermaßen außer Gefecht gesetzt. Am nächsten Morgen erschien dann schon ganz früh meine Schwiegermutter und kümmerte sich den ganzen Tag um den Prinzen, sodass ich mich um mich selber kümmern konnte: Ein Hoch auf sie! So vergingen Dienstag, Mittwoch, Donnerstag – erst am Freitag hatte ich kein Fieber mehr. Aber oh Schreck! Der kleine Mann fing an zu fiebern. Ich dachte wirklich, ich kann nicht mehr. Die ganze Woche wurde sein Husten nicht wirklich besser und dann noch Fieber; die ganze Woche habe ich auch nicht wirklich zu Kräften kommen können und dann diese Sorge um den Wurm – es war wirklich kräftezehrend.

Am Wochenende war die Stimmung dann dementsprechend anngespannt, denn das Fieber stieg unaufhörlich immer wieder an. Wir haben vom Arzt Zäpchen verschrieben bekommen und haben auch wirklich die Tagesdosis ausreizen müssen, um es dem Wurm irgendwie erträglich machen zu können. Eine weitere, positive Überraschung folgte aber Sonntagnachts: Von 39°C fiel das Fieber plötzlich von ganz alleine, mitten in der Nacht. So schnell kann es woh bei kleinen Babys gehen! Der Berg, der mir vom Herzen gefallen ist, ist gefühlt vom 6. Stock in den Erdgeschoss durchgekracht. 😀

Das ist eigentlich auch schon das Ende der Geschichte. Wir sind fast wieder gesund und munter. Dieses Erlebnis hat mich 3 Sachen gelehrt:

  1. Ich kann eine Krankheit meines Babys souverän überstehen
  2. Wenn ich allerdings selber krank bin, geht nichts mehr
  3. Familie ist das A und O

Nun habe ich hoffentlich wieder mehr Zeit weitere Beiträge zu verfassen.