Der erste Geburtstag

Am 24.12. war es soweit. Unser kleiner Schatz wurde 1 Jahr alt. Die Ironie des Schicksals wollte es so: mit sechs Tagen Verspätung kam unser Sohn in der Nacht vom 23.12. auf den 24.12.2015 auf die Welt. Wie magisch! Ein besseres Weihnachtsgeschenk hätten wir uns gar nicht wünschen können. Und auch, wenn wir uns jetzt schon Gedanken darüber machen, wie wir in Zukunft wohl Weihnachten und Geburtstag an einem Tag für unseren Prinzen so gestalten, dass er nicht taurig darüber ist, nur einmal im Jahr Geschenke zu bekommen (Mehr zu Ostern schenken? Mehrere Tage hintereinander auspacken? Geburtstagsfeier auf den Sommer verlegen?), so sind wir  Eltern trotzdem unglaublich froh darüber, dieses Wunder am 24.12. erhalten zu haben. Ab jetzt werden wir jedes Jahr an diesem Tag nicht nur aus traditionellen und religiösen Gründen innehalten, nachdenklich und glücklich sein, sondern wir werden uns vor Augen führen, dass dieser Tag der wichtigste in unserem Leben ist, denn da wurde unser Sohn geboren. Unser Kind, das wertvollste und liebenswerteste, was ein Mensch haben kann.

Oh, wie schnell ist dieses Jahr vergangen. Wo ist die Zeit nur hin? Haben wir dich etwa tatsächlich ganz (fast) alleine schon so groß bekommen? Haben wir etwa einen Anteil daran, dass du so glücklich, fröhlich, lieb, lustig, zärtlich, schlau, interessiert und einfach nur großartig bist? Dieser Gedanke mach mich glücklich und stolz. Und wir werden auch weiterhin daran arbeiten, dich zu dem glücklichsten kleinen Wesen auf der Welt zu machen! Du sollst dich etfalten können, du sollst akzeptiert und geliebt werden wie du bist, du sollst ernst genommen und gefördert werden. Du sollst dir soviel Zeit für jeden Schritt nehmen können, wie du brauchst. Und vor allem sollst du dich in deinem Zuhause, bei deiner Familie, zu der auch natürlich Omas und Omas zählen, immer sicher und geborgen fühlen. Denn das, so glaube ich, ist das Wichtigste für ein gesundes und glückliches Kind.

Jetzt genießen wir noch die letzten Tage unseres ersten gemeinsamen und so aufregenden jahres in Ruhe zusammen, bevor wir mit neuer Energie neuen Herausforderungen und Glücksmomenten in 2017 entgegenblicken.

Einen guten Rutsch euch allen!

 

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Adventsruhe

Eigentlich müsste ich hinter den Titel dieses Beitrags einen Smiley hinzufügen, denn „Ruhe“ wäre in unserer momentanen Situation definitiv ironisch gemeint. Wir wünschen uns Ruhe und hoffen, sie zumindest an den Weihnachtstagen und zwischen den Jahren etwas genießen zu können.

Ich habe zwei Monate nichts mehr auf meinem Blog geschrieben, jetzt wo mir das richtig bewusst wird, merke ich erst, was für eine lange Zeit zwei Monate sind! Und so viel zwei Monate in der Entwicklung eines Babys auch ausmachen können, so schnell gehen zwei Monate für uns, Erwachsene, vorbei. Ich fasse mal kurz zusammen, was in der letzten Zeit passiert ist und warum ich nicht die Muße hatte, meinen Blog zu pflegen:

  1. Wir sind zum November umgezogen. In eine Wohnung, in der wir einiges ausbessern und Kleinigkeiten verändern wollten. Da wir glücklicherweise schon im Oktober die Wohnung zu unserer Verfügung hatten, haben wir alle Wochenenden im Oktober genutzt, um dort voranzukommen. Im Prinzip sah unser Oktober folgendermaßen aus: Morgens aufstehen, den Kleinen fertig machen für die Oma, auf die Arbeit gehen. Nach einem halben Tag Arbeit den Kleinen abholen und bespaßen, bis der Mann abends von der Arbeit kommt. Wenn der Kleine pünktlich um 19:00Uhr einschläft, ging es an das Packen von Kisten. Schwupps! – der Monat war rum.
  2. Den Umzug hatten wir ordentlich unterschätzt. Bzw. nicht den Umzug, sondern den Umzug mit Baby. Bisher habe ich sowieso die Erfahrung gemacht, dass wir einige Sachen „mit Baby“ gründlich unterschätzen. Vor allem zeitlich. Aber gut, wir haben es geschafft. Allerdings so geschafft, dass wir am Umzugswochenende meilenweit davon entfernt waren, die Wohnung irgendwie auch nur ein bisschen fertig zu haben. Und natürlich wochenlang kein Internet hatten. Erst jetzt haben wir einen Zustand erreicht, in dem man sich in der Wohnung wohl fühlen kann.
  3. Kaum war der Umzugsstress rum, schon habe ich auf der Arbeit erfahren, dass mein befristeter Vertrag nicht verlängert wird, womit ich nicht wirklich gerechnet habe und was mir viele, viele Tage zu schaffen gemacht hat. Auch wenn es, wie ich vermute und hoffe, keine persönliche, sondern tatsächlich nur betriebliche Gründe hat, so ist es doch eine Sache, die einem emotional nahe geht und man fühlt sich als Person abgewiesen. Ich kann damit ganz schlecht umgehen. Und mal ganz ehrlich: Wir brauchen meinen Job und finde mal einen guten, qualifizierten Job in Teilzeit! Am Ende habe ich das verarbeitet und sehe es als eine Möglichkeit, eine neue Tür zu öffnen und in eine Richtung zu gehen, die mich richtig glücklich macht. Aber die begehrten Jobs muss man ja auch erst mal kriegen. Ganz zu schweigen davon, dass man auch erst mal die Zeit finden muss, überhaupt eine Bewerbung zu verfassen. Momentan sehe ich das als kaum möglich: Teilzeitjob, Baby, Haushalt, Wohnung, achja, im Mai gibt es ja noch eine große Hochzeit zu feiern UND Bewerbungen schreiben? Wenn mir meine psychische Gesundheit am Herzen liegt, müsste ich mal einen Gang runterschalten. Und wie so oft spart man dann nicht an den Zeitfressern, wie z.B. abends in einer ruhigen Minute vorm TV sitzen, sondern eben an den Sachen wie Blogschreiben. Die einem zwar natürlich total viel Spaß machen, in die man aber doch die eine oder andere Minute investieren muss. Und ich muss auch zugeben, in diesen stressigen letzten Wochen und Monaten war ich so deprimiert, dass ich gar nicht produktiv sein könnte. Jetzt freue ich mich, endlich wieder einen Beitrag zu verfassen. Aber auch jetzt sitze ich wie auf Kohlen und habe schon die nächste Sache im Kopf, die ich heute abend erledigen will.
  4. Im Winter ist generell unsere „Feierzeit“. Wir alle drei haben im Winter Geburtstag. Zuerst stand also der Geburtstag meines Mannes, 10 Tage später mein Geburtstag an und zu guter letzt können wir es kaum erwarten an Heiligabend auch den ersten Geburtstag des wundervollsten Wesens auf der ganzen Welt zu feiern! 🙂
  5. Ich war krank, mehrere Male innerhalb von wenigen Wochen. Und dann wurde der Kleine Mann geimpft. Und hat sich erkältet. Und danach kam erst die heftige Impfreaktion. Und die hält bis heute an, seit fast zwei Wochen schon. Er ist total schläfrig und möchte kaum essen. Ich mache mir natürlich Sorgen, obwohl laut Arzt wohl alles ok ist. Aber wenn so ein kleines Würmchen nichts essen mag, was es normalerweise sehr gerne tut, dann wird man schon nervös.

Wie man sieht, es ging bei uns turbulent zu in den letzten Wochen. Ich komme leider kaum dazu die Baby-Tage bewusst zu genießen und ermahne mich immer wieder zur Ruhe…die uns jetzt hoffentlich, hoffentlich, hoffentlich ein bisschen gegönnt wird.

In diesem Sinne: Allen Mamis und natürlich Papis da draußen eine besinnliche Adventszeit!