Ach du Schreck, zum ersten Mal krank!

Ich habe mich schon ein paar Wochen nicht mehr hier blicken lassen und es lag zum einen daran, dass mein kleiner Held und ich SCHON WIEDER für eine Woche im Urlaub waren. 🙂 Uns ging es echt gut in den letzten 2 Monaten! Der zweite Grund ist allerdings weniger schön – uns hat beide ein richtig fetter Virus erwischt!

Ich habe mir ja schon mehrmals vorgestellt, wie schlimm es für mich sein wird, wenn mein Baby zum ersten Mal krank wird. Auch habe ich mit Angst daran gedacht, was eigentlich passiert, wenn ICH mal krank bin und mich gefragt, wie ich den kleinen Mann dann versorgen soll. Aber das, was kam, toppte alles, wir waren beide krank. Und ich sage euch eins: Nur mit Hilfe meiner Schwiegermama habe ich diese schwierige letzte Woche bewältigt.

Angefangen hat alles am Tag unseres Abfluges nach Hause. (Ich bin dieses Mal alleine geflogen und das alleinige Fliegen mit Baby verlangt einen eigenen Post, wirklich. Den schreibe ich mal bei Gelegenheit.) Da hat das schönste Baby der Welt ein bisschen gehustet. Schon dieses Geräusch ließ mein Herz zusammen zucken, aber irgendwie dachte ich, es wird schon wieder. So war es dann auch letzten Samstag und letzten Sonntag. In der Nacht von Montag auf Sonntag allerdings war sein Husten in so schlimm geworden, dass er kaum noch Luft zu bekommen schien. Wir dachten schon daran ins Krankenhaus zu fahren, haben es dann aber doch nicht getan, weil der Husten sich dann soweit beruhigt hatte, dass der kleine Mann schlafen konnte. Am nächsten Morgen rannte ich natürlich sofort zum Kinderarzt und verspürte da langsam schon selber ein Kratzen im Hals. Aber nicht weiter schlimm. Beim Arzt hat der Sohnemann dann einen Hustensaft und Ruhe verordnet bekommen und ich war vorerst beruhigt.

Leider ging die Story so weiter, dass ich Abends richtiges Fieber bekommen habe! Und damit ist man bekanntermaßen außer Gefecht gesetzt. Am nächsten Morgen erschien dann schon ganz früh meine Schwiegermutter und kümmerte sich den ganzen Tag um den Prinzen, sodass ich mich um mich selber kümmern konnte: Ein Hoch auf sie! So vergingen Dienstag, Mittwoch, Donnerstag – erst am Freitag hatte ich kein Fieber mehr. Aber oh Schreck! Der kleine Mann fing an zu fiebern. Ich dachte wirklich, ich kann nicht mehr. Die ganze Woche wurde sein Husten nicht wirklich besser und dann noch Fieber; die ganze Woche habe ich auch nicht wirklich zu Kräften kommen können und dann diese Sorge um den Wurm – es war wirklich kräftezehrend.

Am Wochenende war die Stimmung dann dementsprechend anngespannt, denn das Fieber stieg unaufhörlich immer wieder an. Wir haben vom Arzt Zäpchen verschrieben bekommen und haben auch wirklich die Tagesdosis ausreizen müssen, um es dem Wurm irgendwie erträglich machen zu können. Eine weitere, positive Überraschung folgte aber Sonntagnachts: Von 39°C fiel das Fieber plötzlich von ganz alleine, mitten in der Nacht. So schnell kann es woh bei kleinen Babys gehen! Der Berg, der mir vom Herzen gefallen ist, ist gefühlt vom 6. Stock in den Erdgeschoss durchgekracht. 😀

Das ist eigentlich auch schon das Ende der Geschichte. Wir sind fast wieder gesund und munter. Dieses Erlebnis hat mich 3 Sachen gelehrt:

  1. Ich kann eine Krankheit meines Babys souverän überstehen
  2. Wenn ich allerdings selber krank bin, geht nichts mehr
  3. Familie ist das A und O

Nun habe ich hoffentlich wieder mehr Zeit weitere Beiträge zu verfassen.

Irrtümer, die ich glaubte, bevor ich Mama wurde

Es gibt da so ein paar Dinge, die man meint besser als alle anderen zu wissen. Vor allem, wenn man noch keine Kinder hat, hat man das Gefühl, man würde bestimmte Sachen besser machen, als andere frischgebackene Eltern. Wie absurd! Eine der wenigen Aussagen, die man tatsächlich glauben kann, ist nämlich die, dass man einfach keine Ahnung hat, bevor man nicht selber Kinder bekommt.

Nun habe ich selber ein Baby und habe mich schon wenige Wochen nach der Ankunft des schönsten Wesens auf der Welt gefragt, wie ich auch nur annehmen konnte, dass ich etwas „besser“ könne als andere. Wie konnte ich andere frischgebackene Eltern aus meiner Situation heraus beurteilen? Das kann man nicht. Punkt. Hier möchte ich nun ein paar dieser Irrtümer auflisten. Ich denke, die Liste wird mit der Zeit länger und länger werden…

  1. Kinder werden so, wie wir sie erziehen. Ein Baby ist ein formbares Wesen und man muss es an die eigenen Lebensumstände adaptieren. Falsch! Jedes Baby ist zum Zeitpunkt seiner Geburt bereits eine Persönlichkeit. Wir können Babies bei Dingen helfen, die sie selber noch nicht steuern können, aber wir können niemals ihre Persönlichkeit verändern. Wenn ein Baby leicht ablenkbar ist und Ruhe beim Essen braucht, dann ist das eine Tatsache. Wenn ein Baby gerne die Körpernähe der Eltern spürt, dann ist es eine Tatsache. Wenn ein Baby gerne in einer bestimmte Position liegt und weniger gerne in einer anderen, dann ist es auch eine Tatsache. Das natürlichste Elternverhalten ist, all diese Tatsachen zu akzeptieren. Und ja, daraus kann dann automatisch folgen, dass man nicht das Baby an sich, sondern sich an das Baby adaptieren muss.
  2. Wieso bitte sagt die Freundin XY, dass sie nicht mal Zeit zum duschen hat? Die zehn minuten wird man sich doch nehmen können! Also, ich konnte mir die zehn Minuten an Anfang leider auch nicht nehmen. Dabei war unser Baby keineswegs besonders kompliziert, er hat sich nur nicht so gut ablegen lassen tagsüber. Das heißt, ich saß teilweise einfach nur auf der Couch, mit ihm auf dem Arm und er hat geschlafen. Er ist nämlich sofort aufgewacht, sobald man ihn abgelegt hat. Für’s Duschen musste dann mein Mann/Mutter/Schwiegermutter da sein. Und, Oh Mann, Duschen war der pure Luxus in den ersten Wochen! Aber: Es wird besser, definitiv. Heute, fünf Monate später kann ich auch duschen gehen, während er im Bettchen oder seiner Wippe mit sich selber beschäftigt ist.
  3. Na, zur allergrößten Not kann man das Baby ein paar Minuten schreien lassen wenn man gerade etwas erledigt. Es wird schon keinen großen Schaden davontragen. Tja, ich bin kein Experte, ab wievielen Schreiminuten das Baby tatsächlich „einen Schaden“ davonträgt, aber dass eine Mutter es in der Anfangszeit nicht eine einzige Sekunde aushält, ihr Ein und Alles schreien zu hören, das ist Fakt. Ich habe mitgeheult in den ersten Wochen. Hat die Natur echt super eingerichtet, oder?
  4. Wir werden auf jeden Fall total lockere Eltern! Wir gehen viel raus, viel zu Freunden und nehmen das Baby einfach mit. Da kann ich nur auf Punkt 1 verweisen: Wenn es das Baby mitmacht, prima. Aber nicht alle Babies machen alles mit und gerade in den ersten Monaten stellt sich für frischgebackene Eltern die Frage, was wichtiger ist: soziale Kontakte oder Schlaf. Für mich war es definitiv der Schlaf…

 

Prost! Ich trink dann mal ’nen Minztee…

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Das Thema Stillen ist nun endgültig vorbei. Heute habe ich es abgehackt. Nicht, dass es überraschend käme, ich habe im letzten Monat deutlich gemerkt, dass es immer weniger wird und dass es nicht mehr lange funktionierenn würde. Aber irgendwie hatte ich mir doch erhofft, dass man immer zumindest eine geringe Menge an Milch hat, solange man das Baby anlegt. Aber nein, so einfach ist es – bei mir zumindest – nicht. Im Urlaub hat sich das Ende schon abgezeichnet, da habe ich nur noch pro forma nachts angelegt, damit der Kleine wenigstens ein paar Tropfen bekommt und damit (wie ich gehofft habe), die Milchproduktion angeregt wird. Denn es heißt ja, besonders das nächtliche Stillen ist gut  für die Milchanregung. Es war mir ja alles klar und bewusst und ich bin froh, überhaupt fünf Monate durchgehalten zu haben – nachdem wir schon mit knapp einem Monat zugefüttert haben. Dennoch ist es irgendwie schwerer als gedacht, so richtig mit diesem Thema abzuschließen. Heute habe ich es mal wieder versucht, ohne große Hoffnung auf Milch, einfach nur, damit der Kleine sich beruhigen konnte, denn er hat ein bisschen gequengelt. Dann ist er aber völlig ausgerastet, als er merkte, dass es eben nicht die Flasche mit der Milch, sondern „nur“ die Brust ist. Gut, dan ist es für mich das Zeichen, dass es vorbei ist.

Und um nicht in Slebstmitleid zu zerfließen, denn beim Stillen geht es nicht um mich, sondern um die Gesundheit meines Babys, und unser Baby ist supergesund, mache ich mit diesem Beitrag jetzt offiziell Schluss mit den Stillversuchen. Und geh einen Minztee trinken – darf ich ja jetzt.

Das Leben mit dem „Fünf-Monats-Baby“

Seit dem 24.05.2016 ist es wieder so weit: Das süßeste Baby der Wet ist einen Monat älter geworden und ist jetzt fünf Monate alt. Wieder einmal habe ich das Gefühl, dass zwischen dem vierten und dem fünften Monat eine ganze Menge passiert ist und der Zwerg einiges dazugelernt hat. Vor allem der Urlaub scheint ihm gutgetan und einen richtigen Wachstumsschub gefördert zu haben. Unser Schatz greift jetzt viel, viel mehr und gezielter. Im Prinzip ist fast nichts mehr vor ihm sicher, vor allem nicht die Sachen, die auf dem Tisch stehen bzw. die Sachen, die er uns essen sieht. 🙂 Er dreht sich sehr gut vom Rücken auf dem Bauch und mittlerweile auch wieder zurück. Er hat seine süßen Füßchen entdeckt, schafft es aber noch nicht, sie in den Mund zu nehmen. Ein weiterer, sehr wichtiger Meilenstein: Langsam fängt er an bewusst auf fremde Menschen, Sachen und Umgebungen zu reagieren. Er ist ja von Natur aus ein Sonnenschein und lacht wirklich jeden an. Als wir aber aus dem Urlaub zurückgekehrt sind und meine Eltern besucht haben (er hatte sie zu dem Zeitunkt drei Wochen nicht gesehen gehabt), füllten sich beim Betreten des Hauses und dem Entdecken von drei (!) scheinbar neuen Menschen, die Augen mit Tränen, die Unterlippe fing an zu zittern und er suchte hilfesuchend meinen Blick. Als ich ihm dann aufmunternd die Hand auf den Kopf legte und ihn anlächelte und sagte, dass alles gut sei und die Eltern hier sind, ließ sich das Weinen gerade noch so vermeiden. Nichtsdestotrotz wollte er dem ganzen Trubel um him entfleihen und schaute weg, wollte sich verstecken. Es war so unglaublich süß und gleichzeitig herzzereißend!

Und so würde ich auch das momentane Mutter-Gefühl beschreiben, das in mir herrscht: Ich schwanke zwischen „Oh mein Gott, ich muss dieses Baby aufessen, so süß wie es ist.“ und „Oh mein Gott, mein Herz zerbricht, wenn ich merke, dass er teilweise so hilflos ist in manchen Situationen und so dermaßen seine Eltern braucht.“ Also nach wie vor sehr schöne und berührende Gefühle. Diese Tönchen, die er vor sich gibt! Diese Blicke! Dieses Strahlen, wenn er mich entdeckt. Wundervoll!

Ab September werde ich wieder arbeiten gehen, zunächst in Teilzeit. Mir bleiben noch drei Monate, die ich so intensiv wie möglich mit meinem Wurm gestalten möchte. Es scheint, als sei jeder Monat ein kleines Highlight.

Erster Urlaub mit Baby erfolgreich überstanden!

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA
KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Wir sind zurück aus einem zweiwöchigen Urlaub mit unserem Zwerg und es war einfach wundervoll! Wir waren auf Mallorca, in einem Ferienhaus. Ende Mai – perfektes Wetter für uns drei, perfekte Umstände, perfekte Zeit – ein Traum!

Zuvor waren wir etwas nervös, wie der Kleine wohl den Flug überstehen würde. Es hat prima geklappt, dennoch waren wir am Ende total fertig. Zwar hat der Kleine sich nicht ein einziges Mal beschwert, aber so ein Flug ist ja immer eine enge Angelegenheit. Mit einem Baby auf dem Arm, das man nirgendwo ablegen kann und das die ganze Zeit herumwuselt, ist man doch etwas angestrengt. Zu allem Übel war auch unser Buggy, den wir extra am Gate abgegeben haben, um ihn direkt nach dem Aussteigen wieder zu bekommen, erst bei der Gepäckusgabe wieder am Start. Somit mussten wir veschwitzt, mit Tausend Handgepäckstücken und dem kleinen Mann auf dem Arm ewige Strecken auf dem Flughafen von Palma zurücklegen.Eine Info diesbezüglich: Wenn ein Buggy an einem Stück ist (d.h. sich einfach zusammenklappen lässt, was eingetlich jeder Buggy tut), kann man ihn direkt bis ins Flugzeug mitnehmen, dort wird er dann von den Flugbegleitern verstaut und – im Normalfall – nach der Landung wieder ausgehändigt.

Gott sei Dank wurden wir am Ausgang von meinen Schwiegereltern abgeholt, die die ersten fünf Tage des Urlaubs mit uns verbracht haben – ein Segen! Unsere ersten Tage sahen daher so aus: Pünktlich um 5:00h, wenn Junior sich zu Wort meldete, wurde er in Omas Zimmer abgeliefert, wo er sein Fläschchen bekam und dann noch bis ca. 6:30 schlummerte. Danach endet seine Nacht immer. Wir hingegen konnten noch weiter schlafen und gut erholt in den Tag starten, der aus Spaziergängen am Strand, liegen in der Hängematte, viel und gut essen und sogar einigen Ausflügen zu zweit bestand. Man muss wirklich sagen, mit einem Baby fängt man an, die wenige freie Zeit, die man sich als Paar ab und zu gönnt, wirklich zu genießen. Wann habe ich vor der Schwangerschaft mich jemals so gefreut mit meinem Mann essen zu gehen oder sogar ein Glas Wein zu trinken? Ich glaube, noch nie.

Nachdem die Großeltern weg waren, blieben uns noch zehn wunderschöne Tage zu dritt. Zugegebenermaßen hatten wir ein bisschen Bammel: Den Luxus, vier paar Hände für den kleinen Prinzen zu haben, möchte man nicht so schnell wieder aufgeben. Aber es wurde dann wirklich noch schöner und wir konnten gefühlt zum ersten Mal seit der Geburt unsere kleine Familie genießen, fernab von Alltagssorgen. Klar, unsere Nacht war um 06:30h dann auch endgültig vorbei, dafür genossen wir aber abwechselnd morgendliche Spaziergänge zum Strand und zum Bäcker. Vormittags sind wir dann meist zusammen zum Strand, solange es noch nicht so heiß war. Oder wir fuhren einfach los, in irgendeine Stadt, die wir uns vorher ausgesucht hatten. Leider mochte der Zwerg das Autofahren auf der Insel anfangs gar nicht: Bei Ausflugszielen, die über eine Fahrtstunde entfernt lagen, mussten wir auf jeden Fall Pausen einplanen, was normalerweise absolut nicht nötig ist. Aber er hat dann so geschrien, dass er da alleine nicht mehr rausfand. Wir vermuten, es lag am Kindersitz, der zwar eine Art Maxi Cosi war, aber irgendwie für etwas ältere Kinder geeignet zu sein schien. Den Sitz hatten wir zum Auto dazugemietet. Diese Schreiattacken legten sich nach ein paar Tagen wieder, sodass wir auch die Autofahrten problemlos meistern konnten. Mittags haben wir dann immer ganz nach Spanischer Art Siesta gemacht und viel Zeit im Haus (ich hauptsächlich in der Hängematte ;)) verbracht, bevor es abends dann nochmal zum Strand ging oder in eine Strandbar. Unterwegs schlief der kleine Mann dann immer im Buggy ein und wir konnten problemlos den ganzen Abend genießen und ihn zu Hause dann in sein Babybettchen legen, wo er bis um 05.00h am nächsten Morgen schlief und der nächste Tag seinen Lauf nahm.

Ich finde, mit fünf Monaten, ist der perfekte Zeitpunkt für einen ersten Urlaub. Ich war aber auch sehr froh, dass unser Reiseziel nur zwei Flugstunden entfernt lag und die Temperaturen 27 Grad nicht überstiegen. Und eine sehr schöne Erfahrung war, dass sowohl mein Mann als auch ich diesen Urlaub als den bisher besten empfanden.