Das Leben mit dem „Vier-Monats-Baby“

Seit dem 24.04. ist unser kleiner großer Mann vier Monate alt. Vier Monate mit Baby vergehen so schnell wie vier Wochen im Leben vor dem Baby. Es waren großartige, aufregende, aufreibende, anstrengende Monate und irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Vier-Monats-Grenze einen Einschnitt bedeutet. Sowohl für den Kleinen als auch für mich. Der Kleine ist jetzt wirklich präsent. Er ist vollständig in der Wet angekommen und durstet danach, die Welt mit allen Sinnen zu erfassen. Für mich bedeutet diese Tatsache zweierlei: Auf der einen Seite kann ich stundenlang mit dem Zwerg in seiner Sprache brabbeln, ihn dabei bewundern, wie er mit seinen Händchen alles ertastet, was er zu fassen bekommt, inklusive meines Gesichts. 🙂 Auf der anderen Seite fühle ich mich abends ab und zu so ausgelaugt, dass ich mich am liebsten unter der Bettdecke verstecken und den ganzen Abend lang nicht mehr reden möchte. Zuerst dachte ich, diese Müdigkeit liegt daran, dass ich seit Monaten nicht genügend Schlaf bekomme. Dabei ist unser Sohn ein vorbildlicher Nacht-Schläfer. Aber dann kam ich auf die Lösung. Mit vier Monaten ist das Baby andauernd in Interaktion und man ist ohne Pause dabei es zu bespaßen, ihm vorzusingen, ihn abzulenken oder mit ihm zu spielen. Es kommt kaum vor, dass ich eine Stunde am Tag mal nicht rede. Und das strengt natürlich an, lässt sich aber meiner Meinung nach nicht vermeiden. Und es wäre natürlich auch nicht schön für den Wurm und seine Entwicklung, würde man ihn schweigend angucken. Daher finde ich es enorm wichtig, sich kleine Ruheinseln im Alltag zu schaffen. Sofern man denn natürlich die Unterstützung vom Partner und anderen Menschen hat. Hier sind ein paar Beispiele, die sich (meiner Meinung nach) gut mit dem Leben mit Baby vereinbaren lassen:

  1. Das simpelste: Abends mal nicht duschen, sondern ein Bad nehmen. Es entspannt wirklich enorm.
  2. Auch gut: Abends einfach mal kurz rausgehen, eine Runde um den Block drehen. Alleine.
  3. Wenn das Wetter gut ist und man tagsüber mit dem Kinderwagen spazieren geht, keine weiten Strecken zurücklegen, sondern sich direkt vor dem Haus eine Bank suchen, mit einer Hand den Kinderwagen hin- und herschieben und in der anderen ein Buch oder eine Zeitschrift halten. Wunderbar! Dabei das Gesicht zur Frühlingssonne wenden. 😉
  4. Sport ist natürlich eine super Sache. Mein Favorit ist Yoga. Hat man keine Möglichkeit, ein Yoga- oder Fitnessstudion aufzusuchen oder keine Lust joggen zu gehen: Auf Youtube finden sich abertausende Yogastundenvideos. Mein Tipp: Die Videos von Amiena Zylla sind super! Nicht zu lang, sehr vielfältig, gute Laune garantiert!
  5. Ganz toll ist es auch, einen Abend pro Woche etwas alleine, d.h. ohne family zu unternehmen. Sei es mit einer Freundin ins Kino zu gehen oder Ähnliches. Für mich wird es langsam gerade erst möglich, da ich die ersten vier Monate mit Baby einfach keinen Kopf für den Rest der Welt hatte und abends vor allem eins wollte: Schlafen. Auch jetzt noch finde ich laute Menschenmassen anstrengend und würde einen Besuch in der Sauna einer Bar vorziehen. Die Hauptsache ist, man macht wenigstens ab und zu als Mami noch einen Ausflug in die „Erwachsenenwelt“ und kommt auf andere Gedanken!
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