Zum Thema Erstausstattung

Oh mein Gott, was habe ich es die ganze Schwangerschaft genossen zu überlegen, was man wirklich zum Babystart braucht und was nur Marketing ist. Letzendlich habe ich mich nach der Liste gerichtet, die in einem kleinen Heftchen verzeichnet war, das ich von meiner Gynäkologin erhalten hatte. Alles war nachvollziehbar und die Anschaffungsgegenstände hielten sich in Grenzen. Ich bin nämlich kein Fan von zu viel Kram, den man später nicht verwendet. Zudem bin ich der Meinung, dass gerade in Deutschlad heutzutage Kinder lächerlicher- und traurigerweise zu einer Art Statussymbol emporgehoben werden und das eigene Luxusbedürfnis und der eigene Materialismus auf sie übertragen wird. Dennoch – geht man in einen Babyladen, schon wird man von angeblich nicht zu entbehrenden Produkten überflutet und es ist nicht immer leicht sich diesem Einfluss zu entziehen.

Wie dem auch sei, wir starteten unser Leben mit Baby sicherlich mit allem Nötigsten: Kinderwagen, Babybettchen, Maxi-Cosi und ein Wickeltisch mitsamt einer Wärmelampe waren natürlich dabei. Nach den ersten Wochen und eingekehrter Routine, möchte ich meine Meinung und Erfahrungen zum Thema Erstausstattung zusammenfassen und reflektieren, ob die unzähligen Ratgeber und Listen zu diesem Thema nun sinnvoll sind oder nicht.

  • Was für uns erstaunlicherweise gar nicht funktioniert hat, war die Anzahl der Anziehsachen, die normalerweise emfohlen wird (5-6 Bodies, 5-6 Strampler etc.) Schon am ersten Tag zu Hause habe ich meine Mutter beauftragt, mehr zu kaufen, denn wir mussten unseren Kleinen aufgrund von kleineren und größeren Sauereien bis zu 3 Mal täglich umziehen. 😀 Und jeden Tag waschen ist auch kein großer Spaß.
  • Was die Ratgeber nicht erwähnen, für uns aber fast zum wichtigsten Tool wurde: Babydecken! Und zwar mehrere! Damit das Baby nicht friert und man ihm gleichzeitig nicht mehrere, teilweise (für Eltern und Baby) unbequeme/unhandliche Schichten anziehen muss, sind Babydecken ein Segen. Es müssen natürlich nicht explizit Babydecken sein, eine normale Decke tut’s auch, nur sind normale Decken natürlich viel größer.
  • Schnuller, Schnuller, Schnuller –  das A und O zum Beruhigen. Am besten gleich mehrere kaufen, da sie gerne mal runterfallen und man sofort einen neuen zur Hand hat (während man den anderen desinfiziert/auskocht).
  • Spucktücher! Viele! Am besten 2 Ladungen: Eine weiße und eine bunte/dunkle, damit man sie je nach Farben, die man wäscht, mitwaschen kann und sie somit nie wirklich ausgehen.
  • Etwas sehr Praktisches, aber auch sehr Individuelles, ist, wie ich finde, ein Pucksack. Es hilft einem aktiven Baby sehr gut dabei in den Schlaf zu finden und nicht immer wieder von seinen eigenen Armbewegungen aufzuwachen. Ich hatte auf einem Flohmarkt einen von Swaddleme ergattert und kann diesen nur weiterempfehlen.
  • Was für uns auch nicht wirklich sinnvoll war, war ein Schlafsack: Seit dem ersten Tag zu Hause schläft unser Kleiner entgegen aller Warnungen, die man so liest, unter einer Babydecke. Genauso nämlich wie im Krankenhaus, so ist es am kuscheligsten für ihn.
  • Noch ein guter Tipp von mir: Am besten auch schon einige Bodies/Strampler in größeren Größen vorkaufen, damit das Baby nicht plötzlich von einem Tag auf den anderen aus allem herauswächst.

Es heißt oft, man solle am Anfang nur das Nötigste besorgen, die Babys bräuchten ja nicht viel und wachsen schnell aus allem heraus. Ja, das stimmt natürlich. Allerdings finde ich auch, dass die ersten 4-5 Wochen mit Baby so turbulent sind, dass man froh ist, alles, was man braucht, bereits zur Hand zu haben. Für Ausflüge in Babygeschäfte oder auch Online-Shopping hatte ich in dieser Zeit auf jeden Fall nicht die Nerven. 😉

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