Das Wunder der Geburt

Viele Frauen und vor allem schwangere Frauen fürchten die Schmerzen der Geburt und fragen sich, wie ein ganzer Mensch mit einem vergleichsweise riesigen Kopf aus einem weiblichen Körper herausschlüpfen soll, ohne nachhaltigen Schaden anzurichten. Was heißt Schaden. Man fragt sich eigentlich, wie man das Ganze überhaupt überleben soll. Auch mir erging es in meiner Schwangerschaft nicht anders. Ich hatte eine Phase, da habe ich regelmäßig vor dem Einschlafen darüber nachgedacht, wie die Geburt wohl ablaufen wird und hatte ziemlich viel Angst. Dazu muss man erwähnen, dass einige bekannte Frauen, die bereits Mütter sind, meinten mir auch oft ungefragt von ihrer furchterregenden Entbidung erzählen zu müssen. Oder einfach von Sachen, die „passieren können“. Und davon, wie froh sie sind, dieses Ereignis hinter sich gebracht zu haben. Damals habe ich mir vorgenommen, nur von meiner Entindung zu berichten, wenn ich explizit danach gefragt werde. Und diesen Bericht auch nicht zu sehr auszuschmücken, schließlich ist eine Entbindung eine ganz individuelle Sache. Dennoch möchte ich mit diesem Beitrag mein Vorhaben brechen, aber nur, um anderen Frauen Mut zu machen!

Naja, mit Details werde ich trotzdem sparsam sein, sie haben auf dieser Plattform schlichtweg nichts verloren. Vielmehr ist mir ein Anliegen, einige Strategien zu formulieren, die mir bei meiner Entbindung geholfen haben. So zumindest mein Eindruck.

  1. Das berühmte „Es geht los!“ ist oft gar nicht so eindeutig, es ist eher ein schleichender Prozess. Also: Warte nicht die ganze Zeit darauf, versuche die letzten Tage der Schwangerschaft so normal wie möglich zu verbringen. Und wenn es dann möglicherweise wirklich losgeht: Keine Sorge, du wirst nicht in einem Ausnahmezustand sein. Man wird hierzulande so gut auf eine Entbindung vorbereitet, dass man sich gar keine Strategien überlegen muss, wie man wann ins Krankenhaus kommt (Na gut, eine Begleitperson sollte da schon jederzeit abrufbereit sein.) Was ich sagen will: Wenn es losgeht, kannst du noch kommunizieren und dich mitteilen. Und sogar die Handtasche tragen 😉
  2. Bitte, bitte, bitte: Mach dir im Vorhinein keine Gedanken darüber, ob etwas Unangenehmes oder Unkontrolliertes während der Entbindung passiert, denn: Nichts ist unangenehm. Alles ist natürlich. Du merkst vieles auch gar nicht. Es ist dir letzendlich sowieso egal.
  3. Ein Grund, warum ich meine Geburt tatsächlich als schön bezeichnen würde, war auf jeden Fall meine „sportliche“ Einstellung dazu. Mit Hilfe von meiner Hebamme, die mich supergut angeleitet hat, habe ich versucht, meinen Körper bestmöglich für den Vorgang einzusetzen. Ich habe wirklich gearbeitet,  und immer das Ziel „Baby aus dem Bauch auf den Bauch“ vor Augen gehabt. Es wird dir sowieso jeder der möglichen Anwesenden sagen, wie gut du es machst. Also nutze den Lob und wandle ihn in positive Energie um.
  4. Die Hormone tun ihr Übriges: Es stimmt tatsächlich: Bei einer Geburt schüttet der weibliche Körper wohl die nötigen Hormone aus, um es der Frau so angenehm wie möglich zu machen. So zumindest meine Erfahrung.

Abschließend kann ich sagen, dass ich wirklich sehr positiv davon überrascht war, was für ein schönes Erlebnis mit einem wahnsinngen Ergebnis eine Entbindung ist. Ich behaupte, keine Frau muss sich davor fürchten. Und trotzdem ist jede anschließend eine Heldin!

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