Müde und Schlaflos

Ein sehr komisches und ärgerliches Phänomen, das ich vor allem in den letzten Monaten erlebe, ist meine andauernde Schlappheit und Müdigkeit bei gleichzeitigen Schlafproblemen. Gut, beides hat wahrscheinlich mit der Schwangerschaft in ihrem fortgeschrittenen Stadium zu tun, nur wirkt die Tatsache, dass ich nachts aufwache und nicht mehr schlafen kann (ich bin dann total fit und alle möglichen Gedanken geistern mir im Kopf herum), verstärkend auf die schon sowieso tagsüber vorhandene Abgeschlagenheit. Und dann ist es wie ein Teufelskreis. Im Mutterschutz ist es – Gott sei Dank  – nicht mehr allzu schlimm, da ich morgens länger liegen bleiben kann, aber als ich noch gearbeitet habe, war dieser Zustand kaum zu ertragen.

Ich frage mich, ob es andere Schwangere mit ähnlichen Erfahrungen gibt, ob diese Schlaflosigkeit womöglich hormonell bedingt ist? Freue mich über alle Rückmeldungen! 🙂

Abgesehen davon, finde ich es zurzeit im Mutterschutz echt schwer, mich zu irgendetwas außer dem Liegen und Lesen zu motivieren. Und je weniger aktiv ich bin, umso mehr habe ich das Gefühl keine Kraft zu haben. An Sport mache ich momentan ein Mal pro Woche Schwangerschaftsyoga und sonst versuche ich ein Mal am Tag rauszugehen. Meistens handelt es sich dabei um Einkaufen oder Arztbesuche. Längere Strecken zu laufen fällt mir von Tag zu Tag schwerer – der Kleine wächst im Bauch munter vor sich hin und denkt nicht daran, sich zu senken – d.h. auch das Atmen und sogar Sitzen ist mittlerweile eine Herausforderung. Alleine spazieren zu gehen ist irgendwie auch nicht so das Wahre, daher gehen mir langsam die Ideen aus, wie ich mich noch betätigen könnte und zwar so, dass ich nicht andauernd mit Babykram (Shoppen, Organisieren, Vorbereiten) beschäftigt bin, sondern mich noch wie ein unabhängiges Individuum fühle.

Freue mich über Tipps & Ratschläge! 🙂

 

Die Qual der Wahl

Als werdende Mutter – oder auch werdendes Elternpaar – wird man einem immensen Druck der Marketingabteilungen der  Babywarenhersteller ausgesetzt: Es wird versucht einem klarzumachen, dass wenn man nicht die automatische Babywippe mit einem Extrasicherheitsgurt inklusive einer Musikanlage und Fütterungssystem erwirbt, man definitiv das gesunde Heranwachsen seines Kindes – entschuldigung – verkackt hat. Was für ein Schwachsinn! Wie sind wir denn größtenteils unbeschadet großgeworden?! Bestimmt nicht durch innovative Features, sondern durch Aufmerksamkeit und Nähe uneserer Eltern. Dies ist auch eigentlich unsere Devise im Hinblick auf die Kindererziehung und die Vorbereitung auf das Baby, dennoch muss ich zugeben, dass es mir sehr oft schwerfällt, mich dem allgemeinen Kommerz-Baby-Wahn zu entziehen. Aber ich gebe mir größte Mühe! Es ist vor der Geburt sowieso schwer vorauszusagen, welche Utensilien sich später als sinnvoll und welche sich als unnötig herausstellen.

Wovon ich aber jetzt schon berichten kann ist, welche Gegenstände und Tipps mir besonders durch die Schwangerschaft geholfen haben. Hier meine kleine persönliche Hit-Liste:

  1. Beste Idee, auf die man nicht unmittelbar von alleine kommt: Wenn der Bauch anfängt zu wachsen, nicht sofort Umstandsmode erwerben: Nimm einen Haargummi, friemel ihn durch das Knopfloch der Hose durch und  befestige die kleine Schlaufe am Hosenknopf. Mit diesem Trick kannst du deine Klamotten bestimmt 3 Monate länger tragen!
  2. Sei grundsätzlich nicht zu voreilig mit kaufen von Umstandsmode, vor allem, was die Oberteile angeht: Die etwas weiteren Blusen und Oberteile, die ich besitze, kann ich nach wie vor anziehen (und ich stehe gerade 4 Wochen vor der Geburt!) Auch die „ganz normalen“ Baumwolltops in deiner üblichen Größe lassen sich bestens über die Babykugel spannen. 🙂
  3. Ein traumhafter Gegenstand, den ich nicht mehr missen möchte, ist hingegen mein Stillkissen. Ein Stillkissen verwendet man später, wie der Name es schon sagt, als Stillunterstützung für das Baby, während der Schwangerschaft ist es aber superbequem, damit zu schlafen. Es funktioniert analog zum Seitenschläferkissen, nur hat es eine noch bessere Form. Ich finde, da lohnt es sich auch, ein richtig gutes Modell zu haben (z.B. von Theraline).
  4. Was ich auch als sehr sinnvoll und bequem erachtet habe, waren Sport-BHs: Auf gar keinen Fall musst du dir in irgendwelchen Schwangeren-Abteilungen überteuerte Schwangeren-BHs kaufen, ein normaler Sport-BH bzw. irgendein BH ohne Bügel tut es auch! Hauptsache, er drückt beim Sitzen nicht auf den Bauch, darum geht es eigentlich nur. 🙂

Außer diesen Sachen fällt mir eigentlich kaum etwas ein, was ich während der Schwangerschaft gebraucht habe. Klar, ich habe mir irgendwann 2-3 Hosen und eine Umstandsleggings angelegt (eine „normale“ Leggings drückt irgendwann unangenehem), aber mehr auch nicht. Und so kommt man gut durch die 9 Monate, von denen du tatsächlich – ich konnte es am Anfang nicht gauben – erst die letzten 3 so richtig „schwanger“ bist.

Das Schwangersein

Guten Tag!

Heute melde ich mich mittlerweile aus dem wohlverdienten Mutterschutz. Irgendwie gab es die letzten Wochen nicht so viel zu berichten, weil die Zeit so dahinplätschert und nichts besonderes passiert. Ich bin ständig müde und kann nur sehr schlecht schlafen und schwanke zwischen „Ich muss unter Leute gehen“ und „Das Bett ruft“. Ich denke, ich habe ein Mittelmaß zwischen den zwei Polen gefunden, zumal die Wochenenden mit allen möglichen Terminen durchgetaktet sind. 🙂

Neulich hat mir eine Freundin (ohne Kinder)  gesagt, dass sie sich den Schwangerschaftszustand als sehr schön vorstellt und sich selbst auf das Schwangerschaftsdasein freut, wenn es bei ihr mal so weit ist. Dann bin ich kurz in mich gegangen und habe mich daran erinnert, dass es mir ja eigentlich vor der Schwangerschaft genauso ging. Ich habe mir die Schwangerschaft als eine rosa-rot-romantische Zeit voller Liebe zu meinem Partner vorgestellt. Nicht, dass ich nun das komplette Gegeteilt erlebt habe und eine furchtbare Schwangerschaft erleide, nein, meine Schwangerschaft verläuft relativ komplikationsfrei. Nur so besonders ist es irgendwie auch nicht. Ich schwanke in den letzten Monaten immer ein bisschen zwischen einem Gefühl der Ungläubigkeit: „Bin ich tatsächlisch schwanger? Es kommt ja auch schon in wenigen Wochen! Oh mein Gott ich/wir bin unvorbereitet!“ und „Huch, ich hab grad kurz vergessen, dass ich schwanger bin!“ Es fühlt sich irgendwie auch relativ normal und natürlich an schwanger zu sein. Zu Beginn habe ich mich immer wieder dazu ermahnt, jeden Tag zu genießen und bewusst wahrzunehmen, denn man ist heutzutage in unserer Gesellscahft nur sehr, sehr wenige Male schwanger und einen so bedeutenden Abschnitt im Leben sollte eine Frau als präsent und prägend erleben. Aber zeitweise merke ich auch, dass es mir gar nicht so gut tut, mich ausschließlich mit dem Thema Schwangerschaft zu beschäftigen und dass ich erst richtig entspannen und abschalten kann, wenn ich mich mit Nicht-Schwangeren Freundinnen unterhalte. Ich denke, auch hier ist ein Mittelmaß am gesündesten für die eigene Psyche.

 

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