Gedankenkarussell

Warum heißt dieser Blog eigentlich so wie er heißt? Mein Baby soll kurz vor Weihnachten (und wir hoffen wirklich, es wird noch vor Weihnachten) auf die Welt kommen, daher „Weihnachtskind“, ein Weihnachtsgeschenk sozusagen 🙂

Zurzeit gehen mir so viele verschiedene Sachen durch den Kopf, dass es schwer ist, eine Ordnung in dieses gedankliche und emotionale Chaos reinzubringen. Es fängt an bei Banalitäten wie: „Was brauchen wir denn wirklich, um ein Baby bestmöglich zu versorgen und was wird einem nur von der Industrie suggeriert?“ und „Wie schnell nach der Geburt holt uns die Realität ein mein Mann verlagert seinen Schlafplatz auf die Couch?“, „Wie schaffen wir es, uns als Paar nicht zu vernachlässigen?“ Direkt nach diesem Gedanken folgt dann normalerweise: „Verdammt, Mädchen, du machst dir zu viele Sorgen, so viele Generationen vor dir haben es geschafft und haben es gut geschafft. Und dieses gesellschaftliche, romantisierte Konzept des modernen Paares setzt einen sowieso nur in Schranken und führt dazu, dass man andauernd hinterfragt: Ist das, so wie es zwischen uns läuft, noch normal? Ist es bei anderen auch so?“

Natürlich freue ich mich unglaublich darauf, Mama zu werden. Gleichzeitig ist es etwas so überwältigendes, etwas worauf man sich niemals genug vorbereiten kann und der beste Tipp von Außenstehenden vermutlich ist, sich nichts vorzunehmen, denn es kommt sowieso anders. Und genau das bereitet mir auch so viele schlaflose Nächte: Wie schaffe ich, die bisher jeden Schritt im Leben einer scheinbar natürlichen Logik unterwarf, mich von jeglicher Logik zu verabschieden und loszulassen? Wie schaffe ich es anzunehmen, dass mein Leben sehr bald ausschließlich von einem kleinen Menschen und seinen Bedürfnissen bestimmt wird? Ein schwieriges Thema und ich hoffe, es ergibt sich von ganz alleine, wenn der Kleine erst einmal da ist.

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3 Kommentare zu „Gedankenkarussell

  1. Ich glaube, du machst dir zu viele Gedanken – ich hab ja leicht reden, bei uns ist ja schon Alltag eingekehrt.
    Du kannst dich nicht wirklich auf das vorbereiten, was da auf euch zukommt 😉
    Vieles wird sich von selbst regeln! Vielleicht tut es euch ja gut, wenn der Papa auf der Couch schläft und dann morgens ausgerastet ist?
    Ihr werdet sicher genug Zeit für euch als Paar bekommen, wenn ihr euch ein bisschen erholt habt und Alltag eingekehrt ist.
    Und man braucht wesentlich weniger für ein Baby als einem weisgemacht wird. Ich hab hier: http://meinkindertagebuch.net/2015/04/30/konstantins-erstausstattung/ einen Beitrag dazu geschrieben, vielleicht hilfst’s dir ja …
    Alles Liebe!

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    1. Danke für dein Kommentar, liebe Andrea, er ist sehr aufbauend! 🙂
      Und deinen Beitrag fand ich auch sehr interessant. Wir hatten auch überlegt, eine Seite vom Gitterbettchen offen zu lassen, sodass man es direkt an unser Bett stellen kann, nur ist uns dann aufgefallen, dass ich dann gar nicht mehr aufstehen könnte, da ja kein Platz mehr zwischen Bett und Bettchen ist. 😀 Wie hast du denn dieses Problem umgangen, wenn du sagst, dass ihr auch eine Seite offen gelassen habt??
      Liebe Grüße!

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