Gedankenkarussell

Warum heißt dieser Blog eigentlich so wie er heißt? Mein Baby soll kurz vor Weihnachten (und wir hoffen wirklich, es wird noch vor Weihnachten) auf die Welt kommen, daher „Weihnachtskind“, ein Weihnachtsgeschenk sozusagen 🙂

Zurzeit gehen mir so viele verschiedene Sachen durch den Kopf, dass es schwer ist, eine Ordnung in dieses gedankliche und emotionale Chaos reinzubringen. Es fängt an bei Banalitäten wie: „Was brauchen wir denn wirklich, um ein Baby bestmöglich zu versorgen und was wird einem nur von der Industrie suggeriert?“ und „Wie schnell nach der Geburt holt uns die Realität ein mein Mann verlagert seinen Schlafplatz auf die Couch?“, „Wie schaffen wir es, uns als Paar nicht zu vernachlässigen?“ Direkt nach diesem Gedanken folgt dann normalerweise: „Verdammt, Mädchen, du machst dir zu viele Sorgen, so viele Generationen vor dir haben es geschafft und haben es gut geschafft. Und dieses gesellschaftliche, romantisierte Konzept des modernen Paares setzt einen sowieso nur in Schranken und führt dazu, dass man andauernd hinterfragt: Ist das, so wie es zwischen uns läuft, noch normal? Ist es bei anderen auch so?“

Natürlich freue ich mich unglaublich darauf, Mama zu werden. Gleichzeitig ist es etwas so überwältigendes, etwas worauf man sich niemals genug vorbereiten kann und der beste Tipp von Außenstehenden vermutlich ist, sich nichts vorzunehmen, denn es kommt sowieso anders. Und genau das bereitet mir auch so viele schlaflose Nächte: Wie schaffe ich, die bisher jeden Schritt im Leben einer scheinbar natürlichen Logik unterwarf, mich von jeglicher Logik zu verabschieden und loszulassen? Wie schaffe ich es anzunehmen, dass mein Leben sehr bald ausschließlich von einem kleinen Menschen und seinen Bedürfnissen bestimmt wird? Ein schwieriges Thema und ich hoffe, es ergibt sich von ganz alleine, wenn der Kleine erst einmal da ist.